17. August 2011 - G Data Security Studie

Riskantes Anwenderverhalten in sozialen Netzwerken

Durch Links in sozialen Plattformen versuchen Cyber-Kriminelle, Nutzer von sozialen Netzen auf verseuchte Webseiten zu locken, um den PC so mit Schadprogrammen zu infizieren. Fast jeder fünfte Nutzer klickt auf alle veröffentlichten Links, egal von wem sie stammen, ermittelt eine Studie von G Data.

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Jeder fünfte Nutzer klickt auf alle Links (Foto: GData)

Neben der Kontaktpflege ist es in sozialen Netzwerken äußerst beliebt, die Community per Link über interessante Webinhalte zu informieren. Dies machen sich Cyber-Kriminelle zunehmend zu nutze.

Das ernüchternde Ergebnis der G Data Security Studie 2011: Fast jeder fünfte Anwender klickt auf alle veröffentlichten Links, egal von wem diese stammen. Bezieht man dieses Ergebnis nur auf Facebook, so riskieren hier mehr als 130 Millionen Nutzer allein durch ihr leichtfertiges Verhalten in die Falle von Cyber-Kriminellen zu tappen.

„So führt eine URL zu einem vermeintlichen Skandal-Video direkt auf eine mit Schadcode verseuchte Webseite. Für Nutzer sind die gefährlichen Links nicht ohne weiteres erkennbar, da sie mitunter stark verkürzt dargestellt sind“, erklärt Ralf Benzmüller, Sicherheitsexperte bei G Data.

Ältere Anwender und Frauen sind vorsichtiger

Mehr als 15.000 Internetnutzer aus elf Ländern hat der deutsche Security-Hersteller eingehend über Virenschutz, Computerschädlinge oder über ihr Verhalten in sozialen Netzwerken befragt.

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Die Umfrageergebnisse zeigen aber auch einen Unterschied zwischen den Nutzergruppen: Ältere Anwender sind in den Portalen deutlich vorsichtiger unterwegs als jüngere und auch Frauen zeigen ein etwas höheres Sicherheitsbewusstsein als Männer.

Annähernd jeder vierte Jugendliche klickt auf jeden Link

Generell nutzen jüngere Anwender soziale Plattformen länger und intensiver als die „Silversurfer“. Trotzdem agieren die älteren Nutzer in den Portalen deutlich vorsichtiger: Je älter die Netzwerker sind, desto eher lehnen sie das Anklicken von Links ab. Sechs von zehn Befragten zwischen 55 und 64 Jahren ignorieren die Verweise auf andere Webseiten.

Mit abnehmenden Alter steigt der Anteil derer, die zwischen Links von bekannten und unbekannten Nutzern nicht unterscheiden. So klickt annähernd jeder vierte Umfrageteilnehmer im Alter von 18 bis 24 Jahren Links aus beliebigen Quellen an.

Die G Data Security Studie 2011 ist hier erhältlich.

17.08.2011 (G Data/BM)

 

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