30. September 2014 - Schutz von Benutzerkonten

Regelmäßiger Passwort-Wechsel ist die Ausnahme

Auch wenn immer wieder Meldungen zu umfangreichen Listen mit gestohlenen Zugangsdaten erscheinen, bleiben viele Anwender dem einmal gewählten Passwort viel zu lange treu.

Wer in dieses Feld seit Jahren dasselbe Passwort eingibt, steigert das Risiko eines Identitätsdiebstahls (Bild: Cristine Lietz/pixelio.de) Wer in dieses Feld seit Jahren dasselbe Passwort eingibt, steigert das Risiko eines Identitätsdiebstahls (Bild: Cristine Lietz/pixelio.de)

Experten raten unisono, für den Zugang zu digitalen Diensten komplexe Passwortphrasen zu wählen und diese in relativ kurzen Zeitabständen zu wechseln. Die regelmäßig in einschlägigen Webforen auftauchenden Listen mit Millionen an Kombinationen aus Nutzernamen und Passwörtern belegen diese Notwendigkeit, um einem Identitätsdiebstahl vorzubeugen. Dennoch haben Passwörter bei vielen Anwendern eine deutlich zu lange Halbwertszeit.

Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom in Zusammenarbeit mit der Aris Umfrageforschung, bei der mehr als 1.300 Personen in Deutschland ab 14 Jahren befragt wurden, wechselt nur jeder Sechste seine Zugangsdaten und Codes für Online-Konten, E-Mail-Postfächer, Auktions-Accounts, Social-Media-Services oder auch Smartphones mindestens einmal im Quartal. Jeder Vierte dagegen hegt keinerlei Befürchtungen, dass seine Konten missbraucht werden könnten, und verändert Passwörter niemals aus eigener Initiative.

Jeder fünfte Befragte (21 Prozent) wechselt seine Kennwörter nur alle paar Jahre aus eigenem Antrieb, jeder vierte (25 Prozent) immerhin jährlich. Jeder zehnte Befragte (10 Prozent) ändert sie im Schnitt halbjährlich, jeder achte (12 Prozent) einmal im Quartal, 3 Prozent wechseln monatlich, 1 Prozent gar wöchentlich.

fgo

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