30. Oktober 2013 - Einsatz privater Endgeräte am Arbeitsplatz

Produktivitätssteigernd, aber gefährlich

Setzen Mitarbeiter ihre eigenen Endgeräte am Arbeitsplatz ein, bringt das den Unternehmen deutliche Vorteile – allerdings auf Kosten der Datensicherheit.

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Immer häufiger nutzen Mitarbeiter ihr eigenes digitales Gerät am Arbeitsplatz (Bildquelle: Cristine Lietz/pixelio.de).

Laut einer von Samsung beauftragten Studie birgt der Einsatz privater Endgeräte am Arbeitsplatz (Bring Your Own Device; BYOD)  deutliche Vorteile für Unternehmen  – zum Beispiel um 17 Prozent niedrigere Telefonkosten. Das entspricht einer Einsparung von fast sieben Millionen Euro jährlich pro Unternehmen. Zusätzlich berichten vier von zehn Firmen von einem höheren Engagement der Mitarbeiter dank BYOD – mit einer Produktivitätssteigerung um 37 Prozent.

Doch diese Vorteile werden teils teuer erkauft. 29 Prozent aller deutschen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern haben laut Studie aufgrund von Sicherheitslücken durch BYOD  bereits geschäftskritische Daten verloren.

93 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass sie Bedenken aufgrund der beruflichen Nutzung von privaten Geräten wie Smartphones, Tablets oder Notebooks haben. Die größten Vorbehalte besitzen spanische Unternehmen – hier sehen 70 Prozent große Risiken bei BYOD. Französische Entscheider und CIOs hingegen stehen dem Phänomen BYOD nur mit 36 Prozent kritisch gegenüber. Bezogen auf die Branche ist der Finanzsektor mit 55 Prozent am meisten und die Produktion mit 42 Prozent am wenigsten um die Nutzung privater mobiler Endgeräte am Arbeitsplatz besorgt.

Die Studie ermittelte außerdem, dass mehr als die Hälfte der europäischen Unternehmen bereits formelle (31 Prozent) oder informelle (21 Prozent) BYOD-freundliche Richtlinien eingeführt hat. Dabei sind die deutschen Unternehmen mit 43 Prozent das Schlusslicht und die italienischen mit 70 Prozent an der Spitze. Dort, wo BYOD ausdrücklich erlaubt ist, nutzen es etwa 30 Prozent der Mitarbeiter. In zwei Jahren soll diese Anzahl um weitere sieben Prozent steigen, so die Einschätzung der Befragten.

Für die Studie wurden im Mai und Juni 2013 490 CIOs und Entscheidungsträger von Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in insgesamt acht europäischen Ländern befragt.

(30.10.2013/fgo)

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