25. Juni 2014 - Mobilfunk

Privat bleibt nicht privat

Nur wenige Bundesbürger gehen davon aus, dass die Privatsphäre bei Telefonaten über ihr mobiles Endgerät gewahrt bleibt.

Bildquelle: Bernd Kasper/pixelio.de Das Abhören von Mobilgesprächen wird als Standard empfunden (Bildquelle: Bernd Kasper/pixelio.de).

Nur knapp über ein Viertel (28 Prozent) der Menschen in Deutschland glaubt, dass Mobiltelefonate oder Textnachrichten nur vom Empfänger zur Kenntnis genommen werden. Dies ist ein Ergebnis aus einer Befragung von OnePoll in Auftrag von Silent Circle unter 1000 Angestellten.

Laut dieser Studie sind 52 Prozent der Befragten der Meinung, dass jeder, der über ein geeignetes Equipment verfügt, Gespräche und Textnachrichten von Mobilgeräten abhören könne. Folgende Gruppen wurden von den Befragten als Mitlauscher bei Anrufen und Textnachrichten genannt: Regierung (36 %), Polizei (33 %), Service-Anbieter für Mobilgeräte (30 %) und Kriminelle (29 %). 5 Prozent nannten sogar eifersüchtige Eheleute oder Partner.

Die Konsequenz, die mobile Telefonierer daraus ziehen, zeugt von einem gewissen Maß an Resignation: 45 Prozent haben keine Einwände gegen das Belauschen privater Gespräche und Textnachrichten, 32 Prozent vermeiden immerhin aktiv sensible Gesprächsinhalte.

Andererseits sind laut Befragung 48 Prozent der Studienteilnehmer im Alter von 45+ dafür, dass Täter ins Gefängnis geschickt werden sollten. Im Vergleich dazu halten 56 Prozent der Personen im Alter von 25+ eine Freiheitsstrafe für angemessen.

(24.06.2014/fgo)

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