25. Juli 2014 - Datenerfassung bei Fluggästen

Passenger Name Record: 76 Seiten mit Daten

Ein Journalist aus den USA hatte Einblick in die Daten gefordert, die die Zoll- und Grenzschutzbehörden seines Landes über seine Reiseaktivitäten gesammelt hatten. Das Ergebnis war verblüffend.

PNR US-Behörden sammeln fleißig Daten zu Fluggästen (Bild: Sebastian Fuss/pixelio.de)

Cyrus Farivar ist als Redakteur des US-amerikanischen Technologiemagazins Ars Technica viel unterwegs. Daher fallen naturgemäß viele Daten an, die mit seinen Reisen in Zusammenhang stehen. Nun wollte er vom Zoll- und Grenzschutz der USA (U.S. Customs and Border Protection; CBP) wissen, welche dieser Informationen über ihn gespeichert wurden. Grundlage sind dabei die Informationen, die Fluggesellschaften im Rahmen des für jede Reise anzulegenden Fluggastdaten-Satzes (Passenger Name Record; PNR) erfassen.

Nach einer ersten Anfrage im Mai und einer Beschwerde Farivars über die unzureichende Antwort erhielt er nun detailliert Auskunft. Wie er in seinem Beitrag „Ars editor learns feds have his old IP addresses, full credit card numbers“ für Ars Technica beschreibt, übermittelte ihm die CBP ein umfassendes Dokument, das nicht nur zu seinen Reiseaktivitäten Auskunft gibt.

Auf 76 Seiten waren die Daten aufgeführt, die zu den Flugreisen von Farivar im Zeitraum von 2005 bis 013 erfasst wurden. Dabei wurden allerdings nicht nur reine Reisedaten dargestellt, sondern auch alle von Farivar genutzten E-Mail-Adressen und Telefonnummern, die IP-Adressen, über die er die Ticketbuchungen vornahm, vollständige Kreditkartennummern, Angaben zur Kommunikationssprache sowie individuelle Notizen zu den Gesprächen Farivars mit den Fluglinien und deren Call-Centern.

fgo

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