6. April 2016 - Panama Papers

Datenleck offenbart die Wege des Geldes

Daten einer panamaischen Anwaltskanzlei sind in die Hände von Journalisten gelangt. Die darin enthaltenen Informationen geben Aufschluss über die Methoden zahlreicher Politiker und Prominenter zur Verschleierung ihrer Einkünfte.

Panama Papers offenbaren Briefkastenfirmen Offshore-Firmen sind nicht grundsätzlich illegal. Sie werden aber häufig zur Verschleierung von Geldflüssen und Vermögenswerten genutzt. (Bild: SIphotography / iStock / Thinkstock)

Unter maßgeblicher Beteiligung der Süddeutschen Zeitung haben internationale Medien umfangreiche Daten ausgewertet, die aus der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, stammen. Diese Kanzlei ist auf die Verwaltung von Offshore-Firmen spezialisiert.

Ingesamt sollen die Panama Papers ein Gesamtdatenvolumen von 2,6 Terabyte aufweisen, die der Süddeutschen Zeitung über mehrere Monate hinweg zugänglich gemacht wurden. Inhaltlich umfassen sie E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge, Passkopien und weitere Dokumente zu rund 214.000 Offshore-Gesellschaften, darunter allein mehr als 113.000 auf den Britischen Jungferninseln und 48.000 in Panama.

Diese Daten teilte die Zeitung zur Auswertung und Analyse über das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) in Washington mit rund 400 Journalisten aus mehr als 80 Ländern, von mehr als 110 Medien.

Die Eigentumsverhältnisse der Offshore-Unternnehmen, die ihren Sitz in Ländern mit niedrigem Steuersatz haben, sind meist verschleiert und nicht bekannt. Durch die jetzt zur Verfügung stehenden Informationen ist es möglich, viele Investoren zu benennen. Darunter befinden sich zahlreiche Personen der Finanz- und Politikelite, Sportler und Personen aus dem kriminellen Milieu.

fgo

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