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15. Februar 2018 - Selbstdatenschutz

Nutzer schummeln bei persönlichen Daten

Aus Angst um ihre Daten geben Verbraucher falsche Informationen ab, wenn sie sich für Produkte und Dienstleistungen registrieren. Das hat auch Auswirkungen auf den Unternehmensalltag.

Selbstdatenschutz: Viele nutzen falsche Angaben Selbstdatenschutz: Viele Nutzer arbeiten mit falschen Angaben (Bild: ChristianChan / iStock / Thinkstock)

In vielen Unternehmen werden aktuell technologische Ansätze wie Big Data und maschinelles Lernen diskutiert – oder schon längst eingesetzt.

Die Verfahren sollen den Firmen unter anderem dabei helfen, besser auf die Wünsche von Kunden zu reagieren, den Bedarf an Waren und Produkten zu planen und entsprechende Ressourcen aufzubauen.

Damit die Anwendungen diese Aufgabe erfüllen können, müssen die Informationen akkurat sein. Und hier sorgen die Verbraucher durch Falschangaben für erhebliche Unschärfen.

Vier von zehn Nutzern machen falsche Angaben

Bei einer globalen Online-Umfrage, die im Auftrag des Unternehmens RSA durchgeführt wurde, gaben 41 % der Verbraucher zu, dass sie personenbezogene Daten und Informationen fälschen, wenn sie sich online für Produkte und Dienstleistungen registrieren.

Als Grund gab die große Mehrheit der Teilnehmer (90 %) an, aus Angst vor Verlust, Diebstahl oder Manipulation ihrer Daten so zu handeln.

Die am häufigsten veränderten personenbezogenen Informationen sind:

  • Telefonnummer (27 %)
  • Geburtsdatum (17 %)
  • E-Mail-Adresse (16 %)
  • Anschrift (15 %)
  • Name und Alter (jeweils 14 %)

Die gesamte Stichprobe umfasste 7.579 Erwachsene aus Großbritannien (2.112), USA (1.076), Frankreich (1.025), Deutschland (2.232) und Italien (1.134). Die Ergebnisse sind jeweils repräsentativ.

Weitreichende Konsequenzen für Unternehmen

Die bewussten Falschangaben der Nutzer haben Folgen für die Unternehmen. Einerseits verfälscht es die Ergebnisse von Analysen, wenn ein signifikanter Anteil der Nutzer etwa bei den Altersangaben oder zum Wohnort falsche Werte eingetragen hat.

Aber der Mangel an Datenintegrität bedeutet auch, dass sich das Auskunftsbegehren eines Betroffenen oder der Wunsch nach der Löschung seiner Daten nicht problemlos umsetzen lässt.

So ist es ja nicht ausgeschlossen, dass mit der Person bereits Geschäftsbeziehungen bestehen, aber sich kein Bezug zu den weiteren Informationen herstellen lässt.

Eine Lösung für Firmen kann hier in der Anschaffung von speziellen Softwaretools liegen. Sie kümmern sich um die Integrität von Daten und Informationen, indem sie gespeicherte Angaben mittels zusätzlicher interner und externer Quellen verifizieren.

Stephan Lamprecht