4. November 2012 - Zugriffsrechte bei Smartphones

Neugierige Apps

Der Siegeszug der Smartphones liegt unter anderem in der Verfügbarkeit zahlreicher Apps begründet, die den Nutz- und Unterhaltungswert des mobilen Begleiters steigern können. Allerdings ist bei vielen dieser Programme Vorsicht geboten, denn sie räumen sich häufig umfangreiche Zugriffsrechte ein, die auf Kosten des Datenschutzes gehen.

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Vergleich der Zugriffsrechte von kostenlosen und kostenpflichtigen Apps (Quelle: Juniper Networks).

Laut Branchenverband Bitkom besitzt rund ein Drittel aller Bundesbürger inzwischen ein Smartphone, wobei durchschnittlich 23 Apps für die verschiedensten Anwendungen pro Gerät installiert sind. Viele dieser kleinen Programme erlauben sich dabei den Zugriff auf Geräte- und Nutzerdaten. So kann es durchaus sinnvoll sein, wenn eine Anwendung für Kommunikationszwecke die Kontaktdaten des Anwenders im Zugriff hat oder ein Routenprogramm die aktuellen Standortdaten.

Oftmals wird allerdings auf deutlich mehr Daten zugegriffen, als es für die Funktionalität notwendig ist. Das verdeutlicht eine Studie von Juniper Networks. Rund 1,7 Millionen kostenfreie und kostenpflichtige Apps aus Google Play hat das Juniper Networks Mobile Threat Center (MTC) dafür im Zeitraum März 2011 bis September 2012 nach eigenen Angaben unter die Lupe genommen.

Im Ergebnis werden vor allem kostenfreie Apps als besonders neugierig einstuft. So greifen 24,14 Prozent der kostenlosen Apps auf Standortdaten des Nutzers zu, während nur 6,01 Prozent der bezahlten Apps diese Fähigkeit besitzen. Und auch beim Zugriff auf die Adressbücher der Nutzer liegen die Gratis-Apps mit einem Anteil von 6,72 Prozent am Gesamtvolumen deutlich vor den bezahlten Apps mit 2,14 Prozent.

Der Bitkom empfiehlt, genau abzuwägen, ob man eine App installieren will. Je nach Smartphone werden die Zugriffsrechte im App-Store oder beim Download sowie in den Einstellungen des Geräts angezeigt. Nutzer sollten den Download abbrechen oder die App später löschen, wenn sie mit den Zugriffsrechten nicht einverstanden sind.

(04.11.2012/fgo)

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