6. Juni 2011 - Soziale Netzwerke

Netzwerk-Star übt den Umgang mit Facebook & Co.

Das Spiel Netzwerk-Star zeigt Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren die Risiken beim Umgang mit persönlichen Daten in sozialen Netzen.

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Netzwerk-Star wird, wer sich nicht zu sehr outet. (Foto: LfDIMV)

Netzwerk-Star ist als Lernspiel für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren konzipiert. Im Quiz-Stil werden zehn Fragen zum Thema soziale Netzwerke gestellt. Zu jeder Frage stehen drei Antworten mit Tipps oder Denkanstößen zur Auswahl.

Das Spiel bietet Anreize für mehrmaliges Durchspielen. Im Spielverlauf kann das Kind einen Avatar selbst gestalten und diesen beispielsweise als Profilbild in einem sozialen Netzwerk verwenden. Die verfügbaren Styling-Optionen hängen jeweils vom Spielverlauf ab.

Auch für Eltern und Lehrer geeignet

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern hat gemeinsam mit der Hochschule Wismar das Computerspiel Netzwerk-Star entwickelt. Interessierte können das Computerspiel seit ende Mai unter www.netzwerkstar.de spielen oder downloaden.

Auch Eltern und Lehrer können das Spiel beispielsweise im Unterricht frei verwenden, um einen Einblick in die Thematik zu vermitteln. Zusätzlich stehen weiterführende Informationen zum Thema Datenschutz in sozialen Netzwerken auf der Webseite.

Datenschutzvorschriften sind in jedem Land verschieden

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Dankert, weist auf das Problem der Internationalisierung der sozialen Netzwerke hin: „In der EU gilt ein einheitliches Datenschutzrecht. Betreiber deutscher Netzwerke müssen daher strenge Auflagen für den Umgang mit den Nutzerdaten erfüllen, persönliche Daten sind dort relativ sicher und geschützt.

In den USA jedoch gibt es keine Datenschutzgesetze, es regelt lediglich eine anlassbezogene Gesetzgebung bestimmte Einzelfälle. Niemand schränkt dort ein, was mit den gespeicherten Personendaten heute oder in der Zukunft passiert.

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Nutzer aus Deutschland haben gegenüber amerikanischen Netzbetreibern praktisch keine Möglichkeit, einer ihnen widerstrebenden Nutzung ihrer persönlichen Daten zu widersprechen. Auch eine endgültige Löschung ihrer Daten ist nicht möglich, da sich zum Beispiel Facebook sogar Nutzungsrechte nach Kündigung der Mitgliedschaft vorbehält.“

 

06.06.2011 (LfDIMV/BM)

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