23. November 2015 - Muster für Datenschutzhinweise

Muster für verständlichere Datenschutzerklärungen

Mit einer gegliederten und kurz gehaltenen Mustervorlage will der Verein SRIW den Unternehmen den Weg zu verständlicheren Datenschutzhinweisen aufzeigen.

Datenschutzerklärngen sollen einfacher werden Häufig sind Anwender von langen und unverständlichen Datenschutzerklärungen überfordert. Der SRIW will Abhilfe schaffen. (Bild: violetkaipa / iStock / Thinkstock)

Zu den Pflichten eines Diensteanbieters zählt es laut Telemediengesetz, dass er „Nutzer … über Art, Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten … in allgemein verständlicher Form unterrichtet“.

In der Praxis geschieht dies über Datenschutzerklärungen oder Datenschutzhinweise, bei denen allerdings in Sachen Allgemeinverständlichkeit meist einiges im Argen liegt. So stimmen laut Bitkom vier von fünf (79 Prozent) Online-Anwender Datenschutzerklärungen zu, auch wenn sie diese nicht gelesen oder verstanden haben.

Das will der Verein Selbstregulierung Informationswirtschaft (SRIW) nun ändern. Um die Datenschutzhinweise im Internet künftig verständlicher zu gestalten, hat der Verein, zu dessen Mitgliedern unter anderem Microsoft, Telekom, Bitkom und Google zählen, eine Mustervorlage für einfachere, verbraucherfreundlichere Datenschutzhinweise veröffentlicht.

Datenschutzerklärungen aus der Kompaktklasse

Grundsätzlich gliedern sich die im Rahmen des Musters verkürzten Datenschutzhinweise in die Bereiche:

  • Welche Daten werden erfasst?
  • Auf welche Weise werden die Daten erhoben?
  • Wofür werden diese Daten direkt verwendet?
  • Welche weiteren Nutzungsszenarien für die Daten existieren?
  • Datenschutzzertifikate/Siegel/Selbstverpflichtungen des jeweiligen Diensteanbieters.
  • Welche Rechte haben Nutzer der Services?
  • Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme.

Zu der auf knapp einer Seite zusammengefassten Muster für eine Datenschutzerklärung wurden zudem Erläuterungen veröffentlicht, die es Unternehmen einfacher machen sollen, verbraucherfreundlich darüber zu informieren, wie sie mit den Daten der Nutzer ihrer digitalen Services umgehen.

Um den Umfang des Hauptdokuments überschaubar zu halten, schlägt das SRIW vor, die einzelnen Begriffe jeweils auf einer weiteren (etwa per Mouseover, Link oder Aufklappmenü erreichbaren) Ebene zu erläutern. Ähnlich sollten weiterführende Informationen etwa zu Cookies oder Tracking angeboten werden.

„Mit der Mustervorlage können Unternehmen ihre Datenschutzhinweise verständlicher gestalten und damit das Vertrauen von Verbrauchern in ihre digitalen Dienstleistungen stärken“, sagte Harald Lemke, Vorstandsvorsitzender des SRIW.

fgo

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