22. September 2014 - Aktuelle Studie

Mobile Apps: Mehr Neugier als Datenschutz

Bei einer aktuellen internationalen Untersuchung von mehr als 1.200 Apps für mobile Endgeräte gab es in Bezug auf den Umgang mit personenbezogenen Daten schlechte Noten für die App-Anbieter.

Infografik von Statista zur Nutzung der Gerätefunktionen durch Apps Infografik von Statista zur Nutzung der Gerätefunktionen durch Apps (Grafik: Statista)

Im Rahmen einer weltweiten Untersuchung hatte das Global Privacy Enforcement Network (GPEN), ein Zusammenschluss internationaler Datenschutzbehörden, ermittelt, wie es mobile Apps mit dem Datenschutz halten. Grundtenor des Ergebnisses: schlecht.

Der Untersuchung zufolge waren 85 Prozent der untersuchten 1.211 mobilen Apps nicht in der Lage, klar aufzuzeigen, wie sie persönliche Informationen ihrer Anwender sammeln und verwenden. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) versteckten die Optionen zu möglichen Datenschutzeinstellungen oder die Beschreibung der Regeln zum Umgang mit persönlichen Informationen so gründlich, dass sie nur schwer abrufbar waren.

43 Prozent der App-Anbieter schafften es nicht, die Darstellung ihrer Datenschutzerklärung an die kleinen Bildschirme der Mobilgeräte anzupassen. In der Folge wurden viele maßgebliche Informationen nicht beziehungsweise in mikroskopisch kleiner Schrift dargestellt oder waren nur nach umfangreichem Scrollen abrufbar.

Bei jeder dritten App bemängelte das GPEN einen übertriebenen Hang zum Datensammeln – hier wurden bei der Installation Berechtigungen verlangt, die für den Betrieb nicht notwendig sind. Nur ein Viertel aller untersuchten Apps forderten keinen Zugriff auf zumindest eine Funktion des Smartphones oder Tablets.

fgo

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