24. März 2013 - Herausgabe von Nutzerdaten

Microsoft veröffentlicht Transparenzreport

Google tut es, Twitter tut es – und nun auch Microsoft. Das Unternehmen aus Redmond hat erstmals einen Report veröffentlicht, der aufführt, welche staatlichen Stellen mit Anfragen zur Herausgabe von Nutzerdaten vorstellig wurden.

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Microsoft hat erstmals eine Statistik zu staatlichen Auskunftsersuchen veröffentlicht (Bildquelle: Microsoft).

Der 2012 Law Enforcement Requests Report von Microsoft dokumentiert für das letzte Jahr insgesamt mehr als 70.000 Anfragen von Behörden aus aller Welt nach Daten von über 122.000 Anwendern, die Services von Microsoft einsetzten, wobei Skype ausgeschlossen ist.

Explizit zu Skype erfolgten 4.713 Anfragen zu 15.409 Personen. Auffällig ist, dass in der allgemeinen Statistik Länder wie  Russland und China fehlen, diese in der Übersicht für Skype aber aufgeführt sind.

Rund 9.000 Anfragen aus Deutschland

Bei knapp 80 Prozent aller Anfragen gab Microsoft als Reaktion Daten heraus, wobei es sich dabei um nicht inhaltsbezogene Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen, Abrechnungsdaten  und IP-Adressen handelte. Immerhin in 2,2 Prozent wurden auch Inhalte weitergegeben, zum Beispiel E-Mails, Fotos, Adressbuchdaten und Kalender.

16,8 Prozent der Auskunftsersuchen scheiterten schlicht und einfach daran, dass keine Daten vorhanden waren. Aus Deutschland kamen insgesamt rund 9.000 Anfragen, wobei in keinem Fall Inhaltsdaten weitergegeben wurden.

(24.03.2013/fgo)

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