15. Januar 2015 - Cloud

Microsoft scannt Inhalte in OneDrive

Das Amtsgericht Nürnberg hat die Durchsuchung der Räume eines Nutzers veranlasst, der den Cloud-Speicher OneDrive verwendet. Automatische Scans von Microsoft hatten bei ihm kinderpornografisches Material gefunden, so der Vorwurf.

Microsoft scannt OneDrive-Daten Microsoft scannt die über seine Services wie OneDrive in der Cloud gespeicherten Inhalte regelmäßig automatisch (Bild : Microsoft)

Dem Antrag eines Durchsuchungsbeschlusses durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde vom Amtsgericht Nürnberg stattgegeben, woraufhin die Polizei die gesamte Hardware eines Internet-Nutzers beschlagnahmte, der in Verdacht steht, kinderpornografisches Material zu besitzen.

Wie Rechtsanwalt Udo Vetter in seinem Blog beschreibt, sei sein Mandat ein intensiver Sammler von Dateien aus dem Internet. Darunter habe sich auch ein einziges, fragwürdiges Bild befunden, das zu den Dateien gehörte, die er für die eigene Nutzung auf OneDrive von Microsoft hochgeladen habe.

OneDrive-Nutzungsbedingungen informieren über automatische Scans

Dieses Bild sei bei einem automatischen, von Microsoft durchgeführten Scan entdeckt worden, was zu einer Meldung an das US-amerikanische Center for Missing & Exploited Children geführt habe. Über die US-amerikanische Polizei sei schließlich das Bundeskriminalamt in Wiesbaden informiert worden.

Dieses automatische Scannen der gespeicherten Inhalte in OneDrive führt Microsoft in den Nutzungsbedingungen seiner angebotenen Services explizit auf. Dort heißt es: „…wir setzen jedoch auch automatisierte Technologien ein, um Kinderpornografie oder missbräuchliches Verhalten ausfindig zu machen, das dem System, unseren Kunden oder anderen Schaden zufügen könnte … Dies ist ein Zusatz zu den in diesem Vertrag und den Datenschutzbestimmungen beschriebenen Verwendungszwecken.“

fgo

Sie glauben, Sie hätten noch so viel Zeit? Falsch! Es gibt mehr zu tun, als Sie vielleicht denken! ▶ Zeit zu handeln