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7. August 2018 - WhatsApp, Threema & Co.

Messenger im Datenschutzvergleich

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Messenger wie WhatsApp gehören inzwischen zum Alltag der Menschen. Und Unternehmen sehen die Programme mittlerweile durchaus als Ersatz für die E-Mail-Kommunikation. Ein neues Internetangebot vergleicht die verschiedenen Messenger in Bezug auf die Sicherheit und den Datenschutz.

Welcher Messenger schneidet beim Datenschutz am besten ab? Welcher Messenger schneidet beim Datenschutz am besten ab? (Bild: iStock.com / bombuscreative)

Wie der Branchenverband Bitkom herausgefunden hat, setzen inzwischen neun von zehn Internetnutzern eine Messenger-Software für Kurznachrichten ein.

Dabei gaben immerhin 90 Prozent der Befragten an, dass für sie die Sicherheit ihrer Daten ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Programms sei.

Daher hat die Website “Secure Messaging” nun eine Reihe populärer Programme miteinander verglichen.

Hinweise zu Datenschutz-Bestimmungen und Datensammlungen

Das Angebot vergleicht unter anderem die Programme

Dabei spielen die verschiedenen Funktionen und Möglichkeiten weniger eine Rolle. Der Fokus liegt in erster Linie auf Aspekten, die im Zusammenhang mit dem Datenschutz und der Privatsphäre der Nutzer stehen.

So findet der Leser zu jeder App einen Hinweis über die am Geschäftssitz des jeweiligen Unternehmens geltende Jurisdiktion. Wenig überraschend sind hier die USA im negativen Sinn führend. Sie geben den lokalen Ermittlungsbehörden weitreichende Befugnisse bei der Einsicht von Benutzerkonten und Daten.

Secure Messaging hat auch die Standorte der verschiedenen Rechenzentren mit den dort jeweils gelten gesetzlichen Rahmenbedingungen zusammengestellt. An dieser Stelle sticht besonders die App Threema heraus. Ihr Rechenzentrum und Geschäftssitz liegen in der Schweiz.

Verschlüsselung von Chats und anonyme Nutzung

Die umfangreiche Tabelle kann auch als Grundlage für die Entscheidung dienen, welches Programm etwa im Unternehmens-Umfeld eingeführt werden sollte. Denn der Vergleich informiert darüber hinaus darüber, ob der Messenger die versendeten Nachrichten den Voreinstellungen gemäß direkt verschlüsselt oder ob eine anonyme Nutzung der App möglich ist.

Viele untersuchte Aspekte gehen technisch tiefer in die Details, etwa bei den eingesetzten Verschlüsselungs-Verfahren.

Besonderen Augenmerk sollten die Leser auf die Fragestellung legen, ob die Betreiber des Dienstes die Nachrichten der Nutzer mitlesen könnten.

Threema hat die Nase vorn

Würden tatsächlich Unternehmen und Nutzer ihre Entscheidung für einen Messenger primär unter dem Aspekt der Datensicherheit treffen, käme zumindest nach der Aufstellung der untersuchten Programme in erster Linie Threema in Frage.

Hier herrscht nicht nur am Sitz der Firma und des Rechenzentrums ein hohes Datenschutzniveau. Auch die Verschlüsselung und die Sicherheit der Nutzerdaten wurden offensichtlich bereits beim Design der App berücksichtigt.

Lesen Sie hier den ausführlichen Vergleich.

Stephan Lamprecht