10. Mai 2013 - Cyberkriminalität

Meist geht es ums Geld

Mit Angriffen auf Computer verfolgen Cyberkriminelle zum überwiegenden Teil das Ziel, sich finanziell zu bereichern. Auf Platz zwei folgen gegen staatsnahe Unternehmen gerichtete Spionageattacken.

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Räuber kommen heute häufig über das Netzwerk (Bildquelle: Burkard Vogt/pixelio.de).

Groß angelegte, gegen die Finanzwirtschaft gerichtete Computerkriminalität und Spionage gegen staatsnahe Einrichtungen sind die dominierenden Vorfälle, die der „Verizon 2013 Data Breach Investigations Report“ verzeichnet, der sich auf Daten aus dem Jahr 2012 bezieht. Erfasst wurden 621 bestätigte Datenverletzungen sowie mehr als 47.000 gemeldete Sicherheitsvorfälle.

Den Spitzenplatz unter sämtlichen im Bericht erfassten Datenverletzungen belegt die finanziell motivierte Cyberkriminalität (75 Prozent); auf Platz zwei folgen gegen staatsnahe Unternehmen gerichtete Spionageattacken (20 Prozent). Zu diesen Attacken zählt Diebstahl von geistigem Eigentum wie etwa vertrauliche Informationen, Betriebsgeheimnisse und technische Ressourcen.

Beliebte DoS-Attacken

Der Report, der Datendiebstähle und Hackerangriffe aus dem Jahr 2012 analysiert, kommt weiterhin zu dem Ergebnis, dass der Anteil an Vorfällen, die aus ideologischen oder erlebnisorientierten Gründen erfolgen, konstant geblieben ist. Allerdings hat die entwendete Datenmenge abgenommen, da sich zahlreiche Hacktivisten anderen Angriffsformen zugewendet haben, etwa den DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service). Ziel solcher Angriffe ist es, Systeme lahmzulegen oder ihren Service zu unterbrechen, da dies wegen der daraus resultierenden geschäftlichen Einbußen erhebliche Kosten verursacht.

Am häufigsten im Fokus der Angriffe standen Finanzinstitute, die zu 37 Prozent von den Datenverletzungen betroffen waren. Einzelhändler machten 24 Prozent aus. Zwanzig Prozent der Einbrüche in Netzwerke betrafen das produzierende Gewerbe, Transport- und Versorgungsunternehmen. In gleichem Ausmaß waren Informationsanbieter und Dienstleistungsunternehmen Opfer.

Für Datenverletzungen sind überwiegend Angriffe von außen verantwortlich: 92 Prozent gehen auf das Konto von Außenstehenden, 14 Prozent kommen von Insidern. Geschäftspartner sind lediglich zu etwa einem Prozent für Datenverletzungen verantwortlich.

Der „Verizon Data Breach Investigations Report“ mit seinen mehr als 60 Seiten steht in voller Länge zum Download zur Verfügung.

(10.05.2013/fgo)

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