26. August 2013 - Big Data

Mehr Kritik an der Analyse von Massendaten

Laut einer aktuellen Umfrage schwindet in der Bevölkerung die Zustimmung zum Sammeln und Analysieren von Massendaten.

mehr-kritik-an-der-analyse-von-massendaten.jpeg
Das Risikobewusstsein bei der Auswertung großer Datenmengen wächst (Bildquelle: Markus Vogelbacher/pixelio.de).

Rund ein Viertel der Bevölkerung hat sich in einer aktuellen Umfrage aus dem August 2013 dagegen ausgesprochen, dass staatliche Stellen Telefon- und Internetdaten auswerten, um Straftaten aufzuklären. Das ergibt sich aus den Ergebnissen einer Studie, die vom  Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag von T‑Systems durchgeführt wurde. Zum Thema Big Data wurden hierbei 1550 Personen befragt.

Noch größer ist die Ablehnung der Befragten, wenn es etwa darum geht, dass Unternehmen Massendaten etwa aus den Diskussionen in sozialen Foren wie Facebook nutzen. So sind zum Beispiel lediglich 50 Prozent der Meinung, dass es Pharmafirmen erlaubt sein solle, Beiträge in Diskussionsforen zum Erkennen bislang unbekannter Nebenwirkungen auszuwerten. 49 Prozent lehnten dies ab, (im Juni waren noch  57 Prozent dafür und 42 Prozent dagegen). Diese Entwicklung kann laut T-Systems als Folge der Abhörskandale eingestuft werden.

Dass Unternehmen Beiträge in Internetforen grundsätzlich nutzen dürfen, um eigene Produkte zu verbessern, lehnten 57 Prozent der Befragten ab. Und auch das Argument, durch automatisches Speichern von Kundendaten den Einkaufsprozess zu vereinfachen, überzeugte nicht: Die Ablehnungsquote stieg hier auf 78 Prozent (im Juni 72 Prozent).

Selbst die Mitglieder sozialer Netzwerke im Internet sprachen sich mit 58 Prozent mehrheitlich gegen das Aggregieren und Analysieren von Kundendaten aus. Nutzen Unternehmen die Daten ihrer Kunden, um so individuelle Empfehlungen machen zu können, stößt das bei 59 Prozent auf Ablehnung. Im August sahen nur 39 Prozent darin einen persönlichen Vorteil und befürworteten solche Angebote, in Juni waren es immerhin noch 47 Prozent.

(26.08.2013/fgo)

Sie glauben, Sie hätten noch so viel Zeit? Falsch! Es gibt mehr zu tun, als Sie vielleicht denken! ▶ Zeit zu handeln