16. November 2015 - Unternehmens-IT

Mehr Investitionen in Datenschutz und Datensicherheit

53 Prozent der deutschen Firmen gehen laut einer aktuellen Umfrage für das nächste Jahr von steigenden Ausgaben für Datenschutz sowie IT- und Informationssicherheit aus.

Mehr Geld für Datenschutz Datenschutz gibt es nicht umsonst – viele deutsche Unternehmen gehen daher von deutlichen Mehraufwendungen für die IT-Sicherheit aus (Bild: weerapatkiatdumrong / Thinkstock)

Laut einer Studie der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS) geht mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen von steigenden Ausgaben für IT- und Informationssicherheit für das nächste Jahr aus. Auch mittelfristig wird eine Zunahme der Investitionen in diesem Bereich prognostiziert. Diese Ergebnisse beruhen auf einer im Oktober durchgeführten Umfrage unter Besuchern der IT-Security-Messe it-sa.

Mehr Geld für Datenschutz

91 Prozent zeigten sich davon überzeugt, dass Unternehmen weit mehr als bisher in Sicherheit investieren müssen, um besseren Datenschutz gewährleisten zu können. Insgesamt erwarten allerdings nur 53 Prozent der Fach- und Führungskräfte deutscher Unternehmen, dass die Ausgaben für IT- und Informationssicherheit in den nächsten zwölf Monaten steigen werden. Neun Prozent gehen von einer Verdopplung des notwendigen Etats aus. Diese Entwicklung wird sich auch bis zum Jahr 2020 fortsetzen, so zumindest 71 Prozent der Umfrageteilnehmer.

PRISM & NSA als Handlungsaufforderung

Als Hauptgrund für diese Entwicklung gaben 87 Prozent an, dass seit den PRISM- und Nachfolge-Skandalen die Sensibilität der deutschen Wirtschaft in puncto Datenschutz stark angestiegen sei.

Für 85 Prozent waren die Forderungen nach mehr Sicherheit bei der Nutzung von Cloud-Services ein stichhaltiges Argument. Aufgrund der Ausspähung durch NSA und Co. stimmten zudem 68 Prozent der Befragten der Forderung zu, dass Firmen ihre Daten in europäischen Rechenzentren speichern müssen.

Weitere Ergebnisse der Befragung

  • 62 % der Befragten waren davon überzeugt, dass europäische Rechenzentren restriktiven Datenschutzrichtlinien unterliegen. Nur 13 Prozent halten das Ausspährisiko in europäischen Rechenzentren für gleichhoch wie in anderen Ländern.
  • Das neue IT-Sicherheitsgesetz wird von 59 Prozent der Befragten als „sehr positiv“ oder „positiv“ bewertet. Zwölf Prozent äußerten sich ihm gegenüber grundsätzlich negativ. Hauptkritikpunkte waren die Bürokratie sowie die für Unternehmen „teilweise unlösbaren Aufgaben“.
  • Um Daten-Spionage ausschließen zu können, ist es nach der Ansicht von 87 Prozent der Befragten notwendig, dass die Daten nicht auf Servern von Unternehmen gespeichert werden, die in den USA angesiedelt sind oder die ihre Mutter- bzw. Tochtergesellschaften in den USA haben.
  • Zudem sollten sich für 81 Prozent Anwender und Unternehmen darüber im Klaren sein, welche Daten überhaupt ins Netz gestellt werden müssen und welche Daten Cloud-Anbietern anvertraut werden dürfen.
  • Nur 14 Prozent halten Datenschutz für eine nationale Aufgabe. 21 Prozent sehen die EU in der Pflicht, während 58 Prozent davon überzeugt sind, dass Datenschutz und IT-Sicherheit über EU-Grenzen hinweg eine globale Herausforderung bilden.

fgo

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