10. Juli 2014 - DatenschutzVerstöße

Mehr Datenschutz-Pannen als im letzten Jahr

Die Zahl der bekannt gewordenen Datenschutz-Pannen in Deutschland ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs leicht angestiegen.

Rainer Sturm /pixelio.de Die Zahl der in Deutschland bekannt gewordenen Datenpannen nimmt zu (Bild: Rainer Sturm /pixelio.de).

Nach einer vom Projekt Datenschutz publizierten Liste der in Deutschland öffentlich bekannt gewordenen Datenschutz-Pannen liegt die Zahl der Verstöße gegen den Datenschutz  für das erste Halbjahr 2014 bei 26. Für das erste Halbjahr 2013 hatte das Projekt 24 Verstöße erfasst, für das gesamte vergangene Jahr 41. Das Projekt Datenschutz hat sich zur Aufgabe gemacht, Datenpannen, Lecks, Missbrauchsfälle oder Eingriffe in die informationelle Selbstbestimmung zu protokollieren, die an die Öffentlichkeit gelangen.

In der Übersicht für 2014 sind Unternehmen, Behörden, öffentliche Einrichtungen und Regierungsstellen vertreten. Zu den prominenten Sündern zählt der Berliner Flughafen BER, bei dem Akten aus einem Planungsbüro komplett in Müllcontainern entsorgt wurden. Auch das Hessische Wirtschaftsministerium, das versehentlich die Klarnamen von Börsensünder n im Internet zugänglich gemacht hatte, und der Pay-TV-Sender Sky, der über ein Datenleck interne Kundendaten wie Adresse, Telefonnummer und Bankverbindung preisgab, finden sich in der Übersicht.

Teilweise sind bei den dokumentierten Fällen nur Einzelpersonen von den Datenschutz-Verstößen betroffen, andere Vorkommnisse betreffen wiederum mehrere Zehntausend Menschen. Ein Schwerpunkt zeichnet sich bei der ungeschützten Weitergabe persönlicher Informationen an, bei der Daten etwa zu Bankverbindungen von Unternehmen unverschlüsselt offen per E-Mail versendet wurden.

fgo

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