7. November 2014 - Soziale Netzwerke

Mehr Auskunftsersuchen bei Facebook

Die Anfragen von Behörden zur Offenlegung von Facebook-Nutzerdaten haben sich im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf rund 35.000 erhöht.

Die Zahl der behördlichen Auskunftsersuchen zu Daten von Facebook-Nutzern steigt kontinuierlich (Bild: Alexander Klaus/pixelio.de) Die Zahl der behördlichen Auskunftsersuchen zu Daten von Facebook-Nutzern steigt kontinuierlich (Bild: Alexander Klaus/pixelio.de)

In seinem mittlerweile dritten „Global Government Requests Report“ weist Facebook eine Zahl von 34.946 Anfragen weltweit aus, in denen Behörden die Herausgabe von Nutzerdaten fordern. Das entspricht einer Steigerung dieses Werts gegenüber den ersten sechs Monaten 2013 um rund 24 Prozent. Im aktuellen Zeitraum habe, so das Unternehmen, die Zahl der Inhalte, die aufgrund lokaler Gesetze zensiert wurden, um 19 Prozent abgenommen.

Für Deutschland wurden von Januar bis Ende Juni 2014 2.537 Anfragen verzeichnet, die 3.078 Nutzerkonten betrafen. In 33,94 Prozent der Fälle hat Facebook die gewünschten Auskünfte erteilt. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lag die Zahl der Anfragen noch bei 1.886, von denen 2.068 Konten betroffen waren.

Spitzenreiter bei den Anfragen sind US-Behörden, die im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 15.433 Anfragen für 23.667 Nutzerkonten stellten. Hier waren die Behörden in 80,15 Prozent der Fälle erfolgreich. Auffällig ist zudem, dass aus Ländern wie Russland und Saudi-Arabien, die nicht unbedingt für einen liberalen Umgang mit Meinungsäußerungen bekannt sind, keine einzige Anfrage erfolgte.

fgo

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