Gratis
20. April 2018 - Dialogmarketing, Adressdaten

Marketing: DDV veröffentlicht Hilfen zur DSGVO

Drucken

Das Marketing ist von der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) besonders betroffen. Denn gerade das Dialogmarketing verarbeitet zwangsläufig personenbezogene Daten. Der Deutsche Dialogmarketing Verband e.V. (DDV) entwickelt daher aktuell Broschüren, die sich Spezialthemen widmen.

Tipps zur DSGVO für das Marketing Besonders wichtig im Marketing: Einwilligungen korrekt einholen und Informationspflichten erfüllen (Bild: iStock.com / Stas_V)

Auf der einen Seite müssen Marketing-Abteilungen, Agenturen und Dienstleister die Datenschutz-Grundverordnung umsetzen. Das bedeutet, dass die Verantwortlichen die Vorgaben in bestehende Systeme und Abläufe integrieren müssen.

Auf der anderen Seite sieht sich die Werbewirtschaft mit der Fragestellung konfrontiert, wie rechtssichere Werbemaßnahmen in Zukunft aussehen werden.

DDV gibt eigene Schriftenreihe heraus

Der Verband hat zu den Auswirkungen der DSGVO bereits einen Best Practice Guide herausgegeben. Dieser gibt eher allgemeine Hinweise zu den Auswirkungen der neuen Richtlinien auf das Dialogmarketing.

Um für eine große Leserschaft interessant zu sein, sind spezielle Fragestellungen darin nicht berücksichtigt.

Dies behandelt der DDV in kürzeren monothematischen Broschüren, mit dem Namen „Practice Help“. Die Reihe ergänzt den Guide nach und nach und liefert somit Hilfestellungen zu Konstellationen aus der Tagespraxis im Dialogmarketing.

Informationspflichten in Werbeschreiben

Die erste Ausgabe der neuen Reihe klärt die Frage, welche Informationspflichten ein Werbetreibender hat, wenn die Adressen der Empfänger eines Werbebriefs aus sogenannten Haushaltsdateien stammen.

Die Erhebung von Adressdaten und Informationen über den Empfänger löst nach der DSGVO die Pflicht aus, eine betroffene Person darüber zu informieren. Eine Erhebung von Adressinformationen erfolgt allerdings in der Regel nicht beim Betroffenen selbst.

Rein formal genügt die einmalige Zustimmung des Betroffenen zur Adressweitergabe. Allerdings erinnert sich der Empfänger eines Werbebriefs im Zweifel nicht mehr daran. Oder der Zusammenhang zwischen seiner Zustimmung und dem Absender der Werbung ist für ihn nicht mehr ohne Weiteres ersichtlich.

Außerdem fordert das Gesetz, den Betroffenen auf seine Widerspruchsmöglichkeit hinzuweisen.

Unternehmen, die solche Adressbestände erwerben, stehen also vor der Herausforderung, sich korrekt zu verhalten, um die verschiedenen Verpflichtungen rechtssicher zu erfüllen.

Hier gibt die kurze Anleitung konkrete Hilfestellung und bietet auch eine entsprechende Musterformulierung. Diese kann der Werbetreibende bei seinem Anschreiben benutzen, um den Informationspflichten zu genügen. Die Texte sind vom Justiziar des Verbands geprüft.

Interessiert? Laden Sie die Broschüre hier direkt aus dem Internet herunter.

Stephan Lamprecht