3. Mai 2013 - Datenschutz

Lob für Twitter und Sonic.net

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat zum dritten Mal die Qualität des Datenschutzes großer Firmen in Hinblick auf den Zugriff auf Nutzerdaten durch staatliche Stellen bewertet.

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Volle Punktzahl für den Datenschutz von Twitter und Somnic.net im EFF-Report (Bildquelle: Electronic Frontier Foundation).

Bei insgesamt 18 Unternehmen, darunter Marktgrößen wie Microsoft, Amazon, Google und Facebook, wurde vom EFF untersucht, wie sie mit Auskunftsersuchen durch Regierungsstellen umgehen. Die Beurteilung basierte auf den Antworten zu sechs Fragen:

  1. Muss ein Gerichtsbeschluss vorliegen, bevor Daten herausgegeben werden?
  2. Erfolgt eine Information der betroffenen Nutzer?
  3. Wird ein Transparenzreport veröffentlicht?
  4. Wurden Richtlinien zum Umgang mit Anfragen durch staatliche Stellen publiziert?
  5. Versucht das Unternehmen, die Rechte seiner Anwender vor Gericht zu schützen?
  6. Engagiert sich das Unternehmen für Datenschutzrechte vor dem US-Kongress?

Sieger und Verlierer

Immerhin zwei der untersuchten Unternehmen – Twitter und Sonix.net – schafften bei dieser Bewertung die volle Punktzahl, erfüllten also die Vorgaben des EFF bei allen sechs Fragen. Dropbox, LinkedIn, Google und SpiderOak schafften es auf immerhin fünf Sterne. Null Punkte konnte mit Verizon dagegen nur ein Kandidat einfahren. Aber auch bei den Ein-Stern-Kandidaten Apple, AT&T sowie Yahoo! sieht der EFF deutlichen Nachholbedarf.

Der vollständige „Electronic Frontier Foundation’s Third Annual Report on Online Service Providers’ Privacy and Transparency Practices Regarding Government Access to User Data“ steht zum Download zur Verfügung.

(03.05.2013/fgo)

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