14. März 2014 - Web-Tracking

Lagebericht zum Datensammeln

Fraunhofer-Forscher fanden bei der Analyse von Deutschlands beliebtesten Internet-Auftritten einzelne Seiten, auf denen mehr als 100 Web-Tracker Daten sammelten.

Thinkstock/tadamichi Web-Tracker interessieren sich für das Nutzungsverhalten von Website-Besuchern (Bildquelle: Thinkstock/tadamichi).

Um das Surf-Verhalten der Nutzer zu erfassen und die so gewonnenen Daten zu Werbe- oder Marketingzwecken zu analysieren, setzen viele Websites Tracker ein, die beim Aufruf einer Seite mitgeladen werden. Oft sammeln aber nicht nur die Betreiber der Web-Angebote Informationen, sondern im Hintergrund überwachen auch fremde Tracker das Online-Verhalten.

Forscher des Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) haben regelmäßig mehr als 1600 von Deutschlands beliebtesten Internet-Auftritten analysiert und geprüft, in welchem Umfang dort das Nutzerverhalten durch Web-Tracking erfasst wird. Ein entsprechender Bericht – der mit 118 Seiten sehr umfangreiche „Web-Tracking-Report 2014“ –  steht jetzt kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Festgestellt wurde unter anderem, dass oft 50 verschiedene Tracker auf den Webseiten eines einzigen Anbieters aktiv sind und Daten sammeln. Auf einzelnen Seiten fanden die Fraunhofer-Forscher Spitzenwerte mit mehr als 100 dieser Datensammler.

Bestimmte Tracker waren über den Analysezeitraum auf mehr als 70 Prozent der beobachteten Seiten aktiv. „Dadurch“, so  Dr. Markus Schneider, stellvertretender Leiter des Fraunhofer SIT und Hauptautor des Berichts, „können diese Tracker sich ein umfassendes Bild über einzelne Verbraucher und ihre Vorlieben machen, ohne dass dies den Besuchern der Webseiten bewusst ist.“

(14.03.2014/fgo)

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