17. März 2016 - Studie zur Datensicherheit

Kostenbedenken bremsen Datenschutz aus

Schmale Etats und der Mangel an Fachkräften verhindern in vielen Unternehmen den Ausbau der Aktivitäten in Sachen Datenschutz und Datensicherheit. Das ist die Quintessenz einer aktuellen Data-Security-Studie von Dell.

Aktuelle Dell-Studie zu Datenschutz und Datensicherheit Wenn es um die Datensicherheit geht, verhindern häufig zu kleine Budgets, dass Unternehmen Zukunftspläne umsetzen (Bild: yuuurin / iStock / Thinkstock)

„Mögen täten wir schon, aber bezahlen wollen wir es nicht“. Diese Interpretation lassen die Umfrageergebnisse zu Trends in der Datensicherheit zu, die Dell durch die Befragung von mehr als 1.300 IT- und Geschäftsentscheider mittelständischer Unternehmen in den USA, Europa und der Asien-Pazifik-Region ermittelt hat.

Grundsätzlich zeigt sich, dass sich laut dieser Umfrage Vorstände und Geschäftsführer der großen Bedeutung der Datensicherheit bewusst sind. Das Interesse der Unternehmensführung an dieser Thematik ist in den Augen der untergeordneten Bereichsverantwortlichen gestiegen.

Allerdings äußerte auch ein Viertel der Entscheider aus den Fachabteilungen, dass Führungskräfte nicht ausreichend über das Thema informiert sind – und das, obwohl sie davon ausgehen, dass Datensicherheit und Datenschutz für ihre Vorstände und Geschäftsführer eine vorrangige Bedeutung hat. Sicherheitsbedenken hemmen außerdem den Einsatz von Mobilgeräten und Public-Cloud-Diensten in den Unternehmen.

Kein Etat für mehr Schutz

Auffällig ist der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der Realisierung entsprechender technologischer Schutzmaßnahmen:

  • Zwar berichten etwa drei Viertel der Umfrageteilnehmer von Ausbauplänen in den Vorstandsetagen für den Schutz digitaler Ressourcen.
  • 53 Prozent der Befragten gehen allerdings von einer reinen Absichtserklärung aus und nannten die Kosten als Grund dafür, warum sie in Zukunft keine zusätzlichen Sicherheitsfeatures erwarten.

Nur jeder vierte Entscheider ist „sehr zuversichtlich“, dass die C-Führungskräfte überhaupt die Möglichkeit haben, in den nächsten fünf Jahren ein ausreichendes Budget für Datensicherheitslösungen bereitzustellen.

Experten fehlen

Die Studie zeigt außerdem, dass ein Mangel an qualifizierten Fachkräften die Feinabstimmung von Datensicherheitsprogrammen behindert:

  • Die Mehrheit der Studienteilnehmer (58 %) glaubt, dass ihr Unternehmen durch das Fehlen qualifizierter IT-Security-Experten beeinträchtigt wird.
  • 69 % der Befragten gaben an, dass das Thema Datensicherheit ihre Budgets übermäßig belastet und zu viel Zeit in Anspruch nimmt.
  • Fast die Hälfte (49 %) glaubt, dass sie in den nächsten fünf Jahren mehr Zeit für Datensicherheit investieren muss als heute.
  • 76 % sind davon überzeugt, dass ihre Lösungen für Datensicherheit weniger Aufwand verursachen würden, wenn sie von einem einzigen Anbieter kämen.

fgo

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