20. Oktober 2012 - Spionage

Keine Hintertür in Router und Smartphone

Regelmäßig sehen sich chinesische Hardware-Hersteller wie ZTE und Huawei nicht nur den Dumping-Vorwürfen der EU-Kommissare ausgesetzt, sondern auch Verdächtigungen, in ihrer Hardware Backdoors – also heimlich über das Netz nutzbare Gerätezugänge – zu Spionagezwecken implementiert zu haben.

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Keine offensichtlichen Backdoors in Routern von Huawei (Quelle: Huawei).

Ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters gibt in letztgenanntem Punkt jetzt zumindest teilweise Entwarnung. Demnach habe eine 18-monatige, aufwendige Untersuchung durch US-amerikanische Behörden unter Beteiligung der Geheimdienste, bei der unter anderem rund 1.000 Anwender befragt wurden, keinerlei Beweise für auffällige Vorfälle beim Einsatz von Huawei-Hardware ergeben.

Kritisch wird allerdings der allgemeine Sicherheitsstatus der Produkte von Huawei beurteilt. So beruft sich Reuters auf die Aussagen zweier anonymer, an der Untersuchung beteiligten Personen, nachdem der Bericht auf zahlreiche Sicherheitslücken in den Produkten des Herstellers hinweise. Diese könnten eventuell von Hackern mit staatlichem Geheimdienstauftrag ausgenutzt werden.

Huawei Technologies Co. Ltd. beschäftigt mehr als 140.000 Mitarbeiter und stellt nicht nur Endverbraucherprodukte wie Smartphones und  WLAN-Router her, die sich unter anderem im Angebot von T-Mobile, Vodafone und O2 finden, sondern auch Netzwerkkomponenten für den Einsatz in Unternehmen.

(20.10.2012/fgo)

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