31. März 2016 - Datensicherheit in Unternehmen

Kein Vertrauen in Datenschutz und Datensicherheit in Unternehmen

Jeder zweite Entscheidungsträger in deutschen Unternehmen, der nicht im IT-Bereich tätig ist, geht davon aus, dass sein Betrieb in absehbarer Zeit eine Verletzung der Datensicherheit und Datenverluste verzeichnen muss.

Neuer RiskValue-Report erschienen Nur jeder zehnte Manager schließt Fälle von Datenmissbrauch oder - verlust für sein Unternehmen aus (Bild: voyager624 / iStock / Thinkstock)

51 Prozent der im Rahmen des aktuellen Risk:Value-Reports befragten Entscheider in hiesigen Unternehmen rechnen damit, künftig Opfer einer Sicherheitsverletzung zu werden. Nur 11 Prozent sind der Meinung, dass sie solch einen Vorfall komplett ausschließen können.

Hohe Kosten und lange Wiederherstellungsdauer

Kommt es nach einem Datenverlust zur Wiederherstellung der verlorenen Daten, wird es für die Unternehmen nach Ansicht der befragten Manager teuer: Sie schätzen die entstehenden Kosten im Schnitt auf mehr als 600.000 Euro. Die kalkulierten Aufwendungen setzen sich vor allem zusammen aus:

  • Anwaltskosten (21 %)
  • Entschädigungszahlungen an Kunden (16 %)
  • Drittkosten (16 %)
  • Strafzahlungen und Compliance-Kosten (14 %)
  • PR- und Kommunikationskosten (14%)

Nicht berücksichtigt wurden dabei die Verluste, die aus dem Imageschaden oder entgangenen Umsätzen resultieren. Allein den Umsatzverlust taxieren die Unternehmen auf 12 Prozent. Für die vollständige Behebung des entstandenen Schadens rechnen die befragten Unternehmen mit einem Zeitraum von rund zwölf Wochen.

Informationssicherheit ist essenziell

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass 70 Prozent der Befragten dem Thema Informationssicherheit eine große Bedeutung für ihr Unternehmen einräumen. Zudem bestätigt ein Fünftel (21 %), dass unzureichende Datensicherheit dabei die größte Gefahr darstellt.

Dass ein Datendiebstahl gravierende Auswirkungen hat, bejaht die Mehrheit der Befragten eindeutig. Als zentrale Folgen wurden genannt:

  • Verlust des Kundenvertrauens (70 %)
  • Beeinträchtigung der Reputation (60 %)
  • finanzielle Schäden (44%)

Allerdings werden nur selten entsprechende Etats bereitgestellt: Nur 11 Prozent des IT-Budgets werden von den Unternehmen durchschnittlich für Informationssicherheit aufgewendet.

Zum Risk:Value-Report

Für den Risk:Value-Report wurden durch das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von NTT Com Security Ende 2015 rund 1.000 Führungskräfte, die nicht im IT-Bereich tätig sind, in Deutschland, Großbritannien und den USA (jeweils 200 Teilnehmer) sowie in Frankreich, Norwegen, Schweden und der Schweiz (jeweils 100 Teilnehmer) befragt.

Die befragten Unternehmen haben in Norwegen, Schweden und der Schweiz mindestens 250 Mitarbeiter, in den restlichen Ländern mehr als 500 Beschäftigte. In Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA kamen jeweils mindestens 50 und in den anderen Ländern jeweils mindestens 30 Studienteilnehmer aus dem Bereich Finanzdienstleistungen.

fgo

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