21. Oktober 2013 - Soziale Netzwerke

Kein Facebook mehr an Schulen in Rheinland-Pfalz

Seit heute sollen Lehrkräfte an Schulen in Rheinland-Pfalz auf die Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern via Facebook verzichten.

kein-facebook-mehr-an-schulen-in-rheinland-pfalz.jpeg
Facebook stößt bei den Datenschutzbeauftragten der Länder häufig auf wenig Gegenliebe (Bildquelle: Facebook).

Wie der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Rheinland-Pfalz Edgar Wagner mitteilt, wurden Lehrerinnen und Lehrer vom Bildungsministerium des Bundeslandes darüber unterrichtet, dass sie fortan auf die Kommunikation zu schulischen Themen über Facebook verzichten sollen. Facebook-Freundschaften zwischen Lehrkräften und Schülern seien von diesem Verbot ebenso betroffen wie die Nutzung von Facebook als Lernplattform.

Edgar Wagner: „Die pädagogische Forderung nach einer verstärkten Facebook-Präsenz von Lehrkräften, um die Lebenswirklichkeit von Schülerinnen und Schülern besser verstehen zu können, stößt hier an juristische Grenzen. Sie gebieten, das Schulische vom Privaten zu trennen. Diese Trennung ist auch deshalb notwendig, weil der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule mit dem Geschäftsmodell von Facebook („Verkauf“ persönlicher Daten für kommerzielle Zwecke) nicht zu vereinbaren ist. Bei der Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern ist Facebook daher tabu.“

Als Alternative zur schulischen Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern über Facebook schlägt Wagner beispielsweise die auf Moodle basierende Lernplattform „lernenonline“ vor, die den rheinland-pfälzischen Schulen kostenfrei zur Verfügung steht.

(21.10.2013/fgo)

Sie glauben, Sie hätten noch so viel Zeit? Falsch! Es gibt mehr zu tun, als Sie vielleicht denken! ▶ Zeit zu handeln