1. September 2014 - Online-Kriminalität

Jeder Zweite Opfer von Cybercrime

BKA und BITKOM sehen mehr als die Hälfte aller Deutschen als Leidtragende von kriminellen Machenschaften im Internet.

BKA Bundeslagebild 2013 Das BKA stellt seine Sichtweise zur Entwicklung der Online-Kriminalität dar (Bild: Bundeskriminalamt)

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat das „Bundeslagebild Cybercrime 2013“ veröffentlicht, das auf den ersten Blick ein düsteres Bild in Hinblick auf die Online- und Computerkriminalität zeichnet.

So seien laut einer Erhebung des Branchenverbands BITKOM, auf die das BKA in seiner Pressemitteilung verweist, allein im letzten Jahr mit 55 Prozent von befragten 1.000 Bundesbürgern mehr als die Hälfte der Einwohner Deutschlands – also hochgerechnet 29 Millionen Bürger – von Cybercrime betroffen gewesen. Bei dieser Rechnung flossen allerdings ohne explizite Erwähnung auch Fälle von Spam und Virenangriffen ein, was das gezeichnete Bedrohungsbild doch deutlich weicher darstellt.

Ansonsten zeigen die Zahlen moderate Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. So verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2013 mit insgesamt 64.426 Fällen von Cybercrime lediglich eine Steigerung von rund 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (63.959). Für 2013 wurden dem Bundeskriminalamt zudem 4.096 Phishing-Sachverhalte gemeldet. Das entspricht einer Zunahme der Fallzahlen um rund 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Nach Einschätzung des BKA hat sich vor allem die digitale Erpressung weiter ausgebreitet, insbesondere in der Ausprägung von Forderungen nach „digitalem Lösegeld“. Allein für das Jahr 2013 registrierte das Bundeskriminalamt 6.754 Fälle von digitaler Erpressung unter Einsatz sogenannter Ransomware.

fgo

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