5. Januar 2012 - Datenschutz

Jeder Dritte misstraut Behörden

Wenn es um den Schutz personenbezogener Daten geht, genießen Krankenkassen und Banken besonders hohes Vertrauen bei den Deutschen. Behörden schnitten vergleichsweise schlecht ab. Das ergab eine Datenschutz-Umfrage, die der Branchenverband der IT-Hersteller Bitkom bei Forsa in Auftrag gegeben hatte.

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Deutsche vertrauen beim Datenschutz vor allem Banken und Krankenkassen (Foto: Bitkom)

77 Prozent der Deutschen haben ein starkes Vertrauen in ihre Krankenkasse, wenn es um den Umgang mit persönlichen Daten geht. Drei Viertel der Bürger vertrauen ihrer Bank, ebenso viele den von ihnen besuchten Ärzten und Krankenhäusern.

Behörden liegen im Mittelfeld

Im Vergleich dazu erreichen staatliche Stellen, Energieversorger und Internetdienstleister lediglich ein mittleres Vertrauensniveau beim Datenschutz. So bringen 59 Prozent der Bundesbürger Behörden wie Finanz- oder Meldeämtern großes Vertrauen entgegen.

Soziale Netzwerke sind Schlusslicht

Jeder Zweite hat hohes oder sehr hohes Vertrauen in Energieversorger und Internet-Provider. Soziale Netzwerke fallen demgegenüber mit lediglich 14 Prozent Vertrauenszuspruch stark ab.

Datenschutzkenntnisse nicht abgefragt

Basis der Angaben ist eine repräsentative Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag des Bitkom, bei der mehr als 1.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt wurden.

Die Ergebnisse der Forsa-Umfrage lassen Datenschutzkenntnisse der Befragten außer Acht. Sie geben keine Auskunft darüber, inwieweit Datenpannen, wie etwa kürzlich die frei zugänglichen Patientendaten in Schleswig-Holstein, wahrgenommen wurden.

05.01.2012 (Bitkom/BM)

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