21. August 2013 - Online-Banking

Jeder Dritte hat Bedenken

Rund 30 Prozent der Bundesbürger verzichten auf die Bequemlichkeit des Online-Bankings, da sie Angst davor haben, Betrügereien zum Opfer zu fallen.

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Viele Bankkunden ziehen die reale Filiale der virtuellen vor (Bildquelle: La-Liana/pixelio.de).

Ohne Zweifel: Gegenüber dem Weg zum Kontoauszugsdrucker oder zur Bankfiliale ist der Online-Zugriff auf das eigene Bankkonto deutlich bequemer. Allerdings sorgt die Überweisung per Mausklick bei vielen für Unbehagen. Das ergab eine Befragung des Bitkom aus dem Juli 2013 unter mehr als 1000 Internet-Nutzern.

38 Prozent der Internet-Nutzer fühlen sich demnach durch Betrug beim Online-Banking bedroht. Während die Jüngeren (14 bis 29 Jahre) mit 31 Prozent etwas weniger furchtsam sind, hat fast jeder zweite Senior ab 65 Jahren (45 Prozent) Angst, Opfer eines Online-Kriminellen zu werden.

Die Folge: 30 Prozent gaben an, aus Sicherheitsgründen bewusst auf Online-Banking zu verzichten. Verglichen mit einer ähnlichen Studie aus dem Vorjahr ist das ein recht deutlicher Anstieg. Damals hatte nur ein Viertel der Befragten (25 Prozent) erklärt, aus diesem Grund kein Online-Banking zu nutzen.

Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf zeigt sich diesem Ergebnis gegenüber kaum verwundert: „Die Sicherheitsbedenken sind in Deutschland schon immer besonders hoch. Bei dem Anstieg sehen wir aber womöglich bereits eine Folge der Debatte um die Abhörprogramme von Geheimdiensten. Wer das Gefühl hat, dass seine Daten jederzeit mitgelesen werden, wird auf sensible Transaktionen im Netz eher verzichten.“

Insgesamt, so eine Erhebung der EU-Statistikbehörde Eurostat, nutzen 45 Prozent der Deutschen Online-Banking. Damit liegt die Nutzung in der Bundesrepublik leicht über dem EU-Durchschnitt (40 Prozent).

(21.08.2013/fgo)

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