20. November 2014 - Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke: Je jünger die Nutzer, desto unvorsichtiger

Für viele Jugendliche sind Aktivitäten in sozialen Netzwerken selbstverständlich. Aber gerade die Jüngeren ignorieren meist die angebotenen Optionen zum Schutz der persönlichen Daten oder wissen nichts davon.

Mit zunehmendem Alter achten Jugendliche verstärkt auf den Datenschutz in sozialen Netzwerken (Bild: Bitkom) Mit zunehmendem Alter achten Jugendliche verstärkt auf den Datenschutz in sozialen Netzwerken (Bild: Bitkom)

Der Branchenverband Bitkom sieht Jugendliche auf einem guten Weg, bei der Nutzung von sozialen Netzwerken Vorsorge für den Schutz personenbezogener Daten zu treffen. Laut einer Umfrage durch Bitkom Research und das Marktforschungsinstitut Forsa unter knapp 1.000 Jugendliche haben demnach 60 Prozent der aktiven Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren die technischen Einstellungen zur Privatsphäre verändert. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass ein großer Teil – nämlich vier von zehn Jugendlichen – die Optionen zur Verbesserung des Schutzes ihrer persönlichen Informationen ungenutzt lässt.

Insbesondere für Jüngere ist das Thema Datenschutz oft nicht von Bedeutung. So haben laut Umfrage von den 10- bis 12-Jährigen lediglich 28 Prozent die Privatsphäre-Einstellungen verändert. Dieser Anteil steigt mit zunehmende Alter rasch; er liegt bei den 13- bis 15-Jährigen bei 60 Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen schließlich bei 79 Prozent.

Bei der Art der veröffentlichten Informationen zeigen sich die meisten Jugendlichen mitteilungsfreudig. So nutzen 55 Prozent ihren echten vollen Vor- und Nachnamen. 53 Prozent geben ihr Geburtsdatum an. 52 Prozent veröffentlichen ein Porträtfoto, wobei der Anteil an Mädchen, die ihr Bild online stellen, mit 58 Prozent deutlich höher liegt als der der Jungen mit 46 Prozent.

Werden Datenschutzeinstellungen vorgenommen, betreffen sie in den meisten Fällen Vorgaben, für wen ein persönliches Profil sichtbar ist (84 Prozent). 78 Prozent stellen ein, wer bestimmte Postings lesen kann. 60 Prozent verändern die Vorgaben, welche Nutzer auf dem eigenen Profil bzw. der eigenen Seite etwas veröffentlichen dürfen. 56 Prozent legen fest, wer sie kontaktieren darf, und 54 Prozent, für welche anderen Nutzer sie zu finden sind.

fgo

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