14. Juli 2014 - Privatanwender

Je älter, desto unvorsichtiger

Die Bereitschaft, grundlegende Sicherheitslösungen etwa zum Virenschutz oder zur Verschlüsselung einzusetzen, nimmt laut einer Umfrage mit steigendem Alter ab.

Sicherheitslösungen Senioren_PGGutenbergUKLtd_iStock_Thinkstock Viele ältere Bundesbürger verzichten auf Schutzmaßnahmen für ihren Computer (Bild: PGGutenbergUKLtd/iStock/Thinkstock)

Das Marktforschungsinstitut TNS Emnid kommt nach einer im Auftrag der Deutschen Telekom durchgeführten Befragung von 1.000 Computer-Nutzern zu dem Ergebnis, dass vor allem ältere Semester auf den Schutz ihres Rechners vor Online-Attacken verzichten.

Zwar gab die Mehrheit der Befragten an, zumindest eine der landläufig bekannten Sicherheitslösungen für ihre mit dem Internet verbundenen Endgeräte einzusetzen – also Rechner mit einer aktuell gehaltenen Antiviren-Software zu schützen, Daten zu verschlüsseln oder Passwörter regelmäßig zu ändern. Zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer verzichten laut eigenen Angaben allerdings komplett auf den Schutz ihrer Daten und Endgeräte. Bei Nutzern ab 50 Jahren sind es 22 Prozent und bei den über 60-Jährigen sogar 31 Prozent.

Die Zahlen korrespondieren mit der Einschätzung der eigenen IT-Kenntnisse der Befragten. Je älter die Nutzer, desto schlechter schätzen sie das eigene Wissen ein: 39 Prozent der 50- bis 59-Jährigen und 66 Prozent der über 60-Jährigen halten ihre IT-Kenntnisse für schlecht oder sehr schlecht, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es nur 14 Prozent.

Um eigene Wissenslücken zu schließen, wendet sich das Gros der Befragten an Personen aus dem privaten Umfeld. So fragen rund 60 Prozent der Nutzer ihre Freunde, Bekannten oder Familienmitglieder, wenn das eigene IT-Wissen nicht ausreicht. 23 Prozent nehmen aber auch kostenpflichtige Dienstleistungen von IT-Fachleuten in Anspruch.

fgo

Sie glauben, Sie hätten noch so viel Zeit? Falsch! Es gibt mehr zu tun, als Sie vielleicht denken! ▶ Zeit zu handeln