14. Februar 2011 - BSI-Umfrage zur Internet-Sicherheit

Internetnutzer ignorieren die Risiken

Dass das Surfen gefährlich sein kann und wie man sich dagegen schützt, wissen mittlerweile die meisten Internetnutzer. Dennoch handeln die wenigsten danach, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einer Umfrage festgestellt.

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Nur gut die Hälfte der Befragten fühlt sich von Internet-Risiken betroffen (BSI)

Eine große Lücke zwischen theoretischem Wissen und faktischem Handeln klafft bei einer Mehrheit der Bundesbürger in Bezug auf die Sicherheit im Internet. Das ergab eine repräsentative Umfrage des BSI, in der rund eintausend Personen zu verschiedenen Aspekten rund um das Thema IT- und Internet-Sicherheit befragt wurden. Hier herrscht also noch viel Schulungsbedarf.

Sicherheit im Internet ist wichtig, aber …

So gaben 90 Prozent der Befragten an, dass ihnen die Sicherheit von Dienstleistungen im Internet wichtig oder sehr wichtig ist, eine fast ebenso große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger (86 Prozent) fühlt sich zudem selbst für die Sicherheit im Internet verantwortlich.

Weit verbreitete Risiken und Gefährdungen im Internet wie beispielsweise

  • Viren,
  • Trojaner,
  • Identitätsdiebstahl,
  • Abo-Fallen,
  • Phishing oder
  • Spyware

sind mit 60 bis über 90 Prozent weitgehend bekannt.

Sicherheitsbewusstsein wenig ausgeprägt

Gegenläufig dazu ist das Bewusstsein für die Relevanz von IT-Sicherheit bei vielen Bürgerinnen und Bürgern gering ausgeprägt.

So ist über die Hälfte der Befragten der Meinung, dass sie das Thema IT-Sicherheit gering bis überhaupt nicht betrifft. Nur noch 87 Prozent der Bürgerinnen und Bürger haben einen Virenscanner implementiert, während es 2008 noch 92 Prozent waren.

Wenig verbreitet ist auch die Nutzung einer Personal Firewall, die lediglich von 60 Prozent der Befragten eingesetzt wird. Etwa ein Viertel der Befragten (27 Prozent) hat noch nie ein Sicherheitsupdate für das Betriebssystem oder die genutzten Anwenderprogramme eingespielt.

Geringe technische Kenntnisse

Über drei Viertel der Bundesbürger (78 Prozent) schätzen zudem die eigenen IT-Sicherheitskenntnisse mit Schulnoten zwischen 3 und 6 ein. Auch bei der Implementierung und Umsetzung von grundlegenden Schutzmaßnahmen besteht noch Nachholbedarf.

14.02.2011 (BSI/bm)

 

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