14. Juni 2012 - Verschlüsselung für Solid-State Drives

Intel SSD 520 verschlüsselt schwächer als beworben

Eine Hardware-basierte Verschlüsselung kann sensible Daten vor unberechtigten Zugriffen schützen. Doch nicht immer sind beworbene Sicherheitsfeatures in der Praxis so umgesetzt, wie es die Werbung suggeriert.

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Der Intel SSD 520 nutzt lediglich 128 Bit Schlüssellänge (Quelle: Intel)

Bislang wurde für den Solid-State Drive Intel SSD 520 (Codename Cherryville) eine Verschlüsselungsfunktion dokumentiert, die den Algorithmus AES (Advanced Encryption Standard) mit einer Schlüssellänge von 256 Bit nutzt. Doch wie sich jetzt herausgestellt hat,  ist der für die Verschlüsselung eingesetzte Chip lediglich in der Lage, die weniger sichere Variante AES 128 Bit umzusetzen.

Kein Firmware-Update geplant

Intel hat reagiert und die Produktspezifikationen für den Intel SSD 520 angepasst. Künftige Versionen dieses Solid-State Drives sollen laut Ankündigung dann über die 256-Bit-Verschlüsselung verfügen. Ein Firmware-Update der bereits ausgelieferten SSDs ist nicht vorgesehen.

Auf Wunsch Geld zurück

Käufer des Intel SSD 520, die ihr Produkt vor dem 1. Juli 2012 erworben haben, können allerdings den Intel Customer Support kontaktieren. Der Hersteller verspricht, bis zum 1. Oktober den vollen Kaufpreis zurückzuerstatten.

(14.06.2012/fgo)

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