12. August 2011 - Internet

Innenminister erneuert Kritik am anonymen Internet

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich bekräftigt seine Kritik an der Anonymität im Internet. Laut Friedrich müsse es gelingen, die geltende Rechtsordnung auf das Internet zu übertragen.

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Hans-Peter Friedrich (Foto: Henning Schacht/CC3)

Nachdem der Bundesinnenminister als Reaktion auf die Anschläge in Norwegen die Anonymität des Internets kritisiert hatte, sah er sich jetzt selber Kritik ausgesetzt. Hans-Peter Friedrich reagierte am Rande eines Besuchs in Potsdam: „Die schon etwas dümmlichen Reaktionen haben mich enttäuscht“, äußerte der Minister zu den Vorwürfen.

Klarheit, Wahrheit und Verlässlichkeit

Es genüge nicht, auf den internationalen Charakter des Internets zu verweisen, um die Diskussion zu beenden. „Das kann’s ja nicht gewesen sein.“ Jemand, der Alkohol kaufe, müsse auch nachweisen, dass er mindestens 18 Jahre alt sei, argumentierte Friedrich. Genauso würden Leserbrief-Schreiber beim Namen genannt, wenn sie Tatsachen über andere behaupteten.

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Friedrich warnte davor, das Netz „ins Chaos der Gesetzlosigkeit“ versinken zu lassen. Im weltweiten Netz würden „Klarheit, Wahrheit und Verlässlichkeit“ gebraucht.

12.08.2011 (dpa/BM)

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