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20. Juli 2017 - Datenpanne

Informationen von Verizon-Kunden ungeschützt

Mehrere Millionen Datensätze von Kunden des Telekommunikationsanbieters Verizon waren mehrere Monate lang ungeschützt in der Cloud zugänglich. Grund hierfür soll die Nachlässigkeit eines von Verizon beauftragten Dienstleisters sein.

Wieder Millionen Kundendaten frei im Internet verfügbar Auf einem ungeschützten Cloud-Server waren über mehre Monate Millionen Kundendaten von Verizon im freien Zugriff (Bild: Vladimir_Timofeev / iStock / Thinkstock)

Wie das Security-Unternehmen UpGuard berichtet, waren bis zu 14 Millionen Datensätze von US-Kunden des Telekommunikationsanbieters Verizon über einen längeren Zeitraum ungeschützt im Netz verfügbar. Diese Datensätze enthalten unter anderem Namen, Adressen, Kontodaten und PINs.

Nicht nur Verizon betroffen

Ursache war ein Konfigurationsfehler eines bei Amazon gehosteten Cloud-Servers des Dienstleisters NICE Systems. Er speichert diese Daten im Auftrag von Verizon. Dieser Fehler sorgte dafür, dass die Daten unverschlüsselt zugänglich waren. UpGuard gab an, auf diesem Server auch französischsprachige Textdateien des in Paris ansässigen Telekommunikationsanbieters Orange S.A. gefunden zu haben.

UpGuard hat nach eigenen Angaben die Lücke am 8. Juni bemerkt und zur Verifizierung der Sicherheitslücke einige der Datensätze kopiert. Am 13. Juni wurde dann Verizon benachrichtigt, ab 22. Juni sei der Fehler behoben worden.

Laut Verizon kein Missbrauch der Daten

Laut US-Medienberichten haben das Unternehmen Verizon und der Service-Provider NICE Systems den Fehler eingestanden, sprechen allerdings von lediglich sechs Millionen Datensätzen. Auf diese Informationen sei zudem außer von den Sicherheitsexperten von UpGuard nicht illegitim zugegriffen worden.

fgo

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