17. Juli 2012 - Bußgeld

Heimliche Überwachung beim Autovermieter

Verständlicherweise möchten Autovermieter wissen, wo sich ihre Fahrzeuge befinden. Doch eine heimliche Ortung der Mietwagen ist unzulässig – und hat nun für Europcar ein Bußgeld in Höhe von 54.000 Euro zur Folge.

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GPS-Überwachung ist nur zulässig, wenn die Betroffenen davon wissen. Sonst droht ein Bußgeld. (Bild: Thinkstock)

Die Europcar Autovermietung GmbH wollte ihre Fahrzeuge im Fall eines Diebstahls möglichst schnell orten können, um den entstandenen Schaden gering zu halten. Zusätzlich sollte die Ortung per GPS der Überprüfung dienen, ob die Fahrzeugmieter die Vertragsbedingungen einhielten und nicht in Länder fuhren, die laut Vertrag ausgeschlossen sind.

Regelmäßige heimliche und anlasslose Kontrolle der Fahrzeuge

Ohne Wissen der Mieter und ohne konkrete Verdachtsmomente wurden daher bei 1.300 hochwertigen Fahrzeugen in regelmäßigen Abständen u.a. Datum und Zeit, Standort sowie Geschwindigkeit der Fahrzeuge abgerufen.

Folgen: Bußgeld

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar hat für diese heimliche GPS-Überwachung von Fahrzeugen der Europcar Autovermietung GmbH ein Bußgeld in Höhe von 54.000 Euro verhängt.

Regelmäßige Ortung abgestellt, Mieter werden informiert

Die alle 48 Stunden durchgeführte Ortung ist inzwischen ausgeschaltet. In die Vertragsunterlagen sind nun Informationen zur Übermittlung der Ortungsdaten eingearbeitet, denen die Mieter bei Unterzeichnung des Vertrags zustimmen müssen.

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hat bestätigt, dass der Autovermieter nun die datenschutzrechtlichen Bestimmungen erfüllt.

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Nähere Informationen unter http://www.datenschutz-hamburg.de/news/detail/article/unzulaessige-gps-ortung-von-mietwagen.html

(18.07.2012/fgo)

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