19. Oktober 2016 - Datendiebstahl

Hacker stehlen 58 Millionen Datensätze

Eine ungesicherte Datenbank hat es einem Hacker ermöglicht, Daten von den Servern eines Unternehmens zu entwenden, das Datenspeicherungs- und Datenbank-Services anbietet.

Hacker stehlen 58 Millionen Datensätze Die persönlichen Daten von mindestens 58 Millionen Personen sind bei einem Service-Provider für Datenbankdienste entwendet worden (Bild: scyther5 / iStock / Thinkstock)

Laut einem Bericht der Security-Firma Risk Based Security ist es einem Datendieb gelungen, mindestens 58 Millionen Datensätze aus einer Datenbank des Dienstleistungsunternehmens Modern Business Solutions zu kopieren.

Diese Datensätze enthalten unter anderem Informationen wie Namen, IP-Adressen, Geburtsdaten, E-Mail-Adressen, Fahrzeugdaten und Auskünfte zur Berufstätigkeit. Vom Unternehmen selbst, das sich auf die Bereitstellung von Services unter anderem für die Automobilbranche und die Jobvermittlung fokussiert hat, wurde noch keine Stellungsnahme abgegeben.

Schwachstelle seit mehr als einem Jahr bekannt

Der illegitime Zugriff auf die Daten war möglich, da Modern Business Solutions eine seit Längerem bekannte Sicherheitslücke im eingesetzten Datenbanksystem MongoDB nicht geschlossen hatte, obwohl entsprechende Anleitungen veröffentlicht wurden.

Die Datendiebe hatten die ungesicherte Datenbank über den spezialisierten Suchdienst Shodan.io gefunden. Die zeitweise über Soziale Netzwerke zugänglichen entwendeten Datenbestände wurden mittlerweile dort wieder entfernt.

Wie Risk Based Security mitteilte, wurden sie vom Hacker informiert, dass deutlich mehr als die zunächst genannten 58 Millionen Datensätze entwendet wurden. Es existiere eine weitere Tabelle, die weitere 258 Millionen Zeilen an personenbezogenen Daten enthalte.

fgo

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