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27. März 2017 - Erpressung

Hacker drohen mit Löschung von iPhone-Daten

Eine Hackergruppe soll mit der Fernlöschung von Daten auf iPhones gedroht haben, wenn der Konzern Apple ihre Bedingungen nicht akzeptiert. Die Angreifer fordern Gefordert 75.000 Dollar in Bitcoins oder 100.000 US-Dollar als iTunes-Guthaben.

Hacker erpressen Apple Cyberkriminelle drohen damit, Daten von Apple-Geräten zu löschen, wenn Apple ihren Forderungen nicht nachkommt (Bild: wildpixel / iStock / Thinkstock)

Wie Motherboard meldet, hat eine Hacker-Gruppe, die sich selbst als „Turkish Crime Family“ bezeichnet, Apple damit gedroht, Daten von Apple-Geräten zu löschen.

Fernlöschung von iCloud-Daten

Erbringe Apple die geforderte Gegenleistung nicht, werde man am 7. April bei Geräten, die mit der iCloud verbunden sind und die die Funktion „Mein [Gerät] finden“ aktiviert haben, Datenlöschungen vornehmen. Dabei sind nicht nur iPhones, sondern auch andere angebundene Geräte wie iPads und Macs betroffen.

Fast 560 Millionen Konten in Gefahr?

Laut eigenen Angaben verfügt die Hackergruppe über die Zugangsdaten zu 559 Millionen E-Mail- und iCloud-Konten. Apple solle bis zum 7. April 75.000 US-Dollar in Bitcoins oder alternativ Guthabenkarten für iTunes im Gegenwert von 100.000 US-Dollar bereitstellen. Ansonsten würde man die Löschung vornehmen.

ZDNet USA hat mittlerweile gemeldet, dass man von der in London ansässigen Hackergruppe ein Muster von 54 der angeblich gestohlenen Kundendaten zur Verfügung gestellt bekommen habe. Bei diesen seien alle E-Mail-Adressen valide. In zehn Fällen ließen sich darüber die eigentlichen Kontoinhaber ermitteln, die zudem die Echtheit der zugehörigen Kennwörter bestätigten.

Apple dementiert erfolgreichen Angriff

Apple äußerte sich gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Fortune, dass seine Server einschließlich iCloud und dem Zugangssystem Apple ID nicht erfolgreich angegriffen worden seien.

Man gehe davon aus, dass die angeblich gültigen E-Mail-Adressen und Passwörter von zuvor kompromittierten externen Dienstleistern stammten. Entsprechend werde man nicht zahlen.

Wie können Nutzer sich schützen?

Man versuche derzeit, gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden die Erpresser zu identifizieren. Nutzer sollten dennoch vorsorgen und starke Passwörter verwenden, die nicht bei anderen Web-Services zum Einsatz kommen. Zudem solle man die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.

fgo

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