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9. Oktober 2018 - Google

Google startet Sicherheitscenter und schließt Google+

Passend zum Cyber-Security-Monat Oktober hat Google ein neues Sicherheitscenter in deutscher Sprache gestartet. Es soll Nutzern den Umgang mit ihren persönlichen Daten erleichtern. Zugleich macht das Unternehmen sein soziales Netzwerk Google+ dicht. In erster Linie wegen einer Datenpanne.

Google Sicherheitscenter und Google+ Das Sicherheitscenter ist überarbeitet, aber das soziale Netzwerk muss wegen einer undichten Stelle schließen (Bild: iStock.com / gmutlu)

Sicherheitsfunktionen im Überblick

Google bietet eine ganze Reihe von Sicherheitsfunktionen für sein weitverzweigtes Netz an Serviceangeboten an.

Mit deren Hilfe können Nutzer ihr Benutzerkonto besser absichern, die Sicherheitsstufen von Apps anpassen oder definieren, mit welchen Benutzern sie Informationen teilen. Diese Funktionen sammelt das Sicherheitscenter.

Erstmals in deutscher Sprache und damit leichter nutzbar

Ganz neu ist das Sicherheitscenter nicht, allerdings hat es Google jetzt überarbeitet. Der Internetriese bietet die Funktionen erstmals durchgängig in deutscher Sprache an, was die Bedienung für viele Nutzer erleichtern dürfte. Es ist unter der einfach zu merkenden URL „https://safety.google/“ erreichbar.

Mit dem Privatsphäre-Check ist es möglich, sich einen schnellen Überblick über die Daten zu verschaffen, die Google nutzt. Außerdem ist eine Übersicht der Aktivitätsdaten vorhanden, die mit dem Google-Konto verknüpft sind.

Eltern finden im Sicherheitscenter Informationen, wie sie Kindern grundsätzliche Beschränkungen im Umgang mit digitalen Medien setzen. Dies erreichen sie mit Tools wie Family Link und YouTube Kids.

Google+ vor dem Aus – wegen Datenleck

Zusätzlich meldet Google, dass sein soziales Netzwerk Google+, das als Konkurrent zu Facebook angetreten war, seine Pforten schließt. Als Grund gibt das Unternehmen nicht den ausbleibenden Erfolg an, sondern massive Probleme mit der Datensicherheit.

Bei einer Überprüfung von APIs, die Anwendungen Zugriff auf verschiedene Daten ermöglichen, sei das Unternehmen auf eine Sicherheitslücke gestoßen. Darüber war es Dritten möglich, auf nicht öffentliche Daten wie Geschlecht, Alter und Beschäftigung von bis zu 500.000 Nutzern zuzugreifen.

Die Lücke sei bereits im März geschlossen worden, es wurden auch keine Hinweise darauf gefunden, dass Unbefugte die Lücke aktiv ausnutzten.

Laut dem Wall Street Journal soll die Sicherheitslücke sogar seit 2015 bestanden haben.

Stephan Lamprecht