17. März 2015 - Datenpanne

Google gibt Daten von 300.000 Domain-Inhabern preis

Google hat irrtümlich Datensätze von fast 300.000 angemeldeten Nutzern veröffentlicht, die anonym eine Domain registriert hatten.

Google gibt Daten von 300.000 Domain-Inhabern preis Komplette Datensätze statt der gewünschten Anonymität – ein Fehler von Google macht's möglich (Bild: Cisco)

Wie Cisco in einem Blog-Beitrag mitteilt, ist Google eine gehörige Datenpanne unterlaufen. Demnach wurden Datensätze von 282.867 Kunden veröffentlicht, die über Google eine Domain via eNom registriert und dabei angegeben hatten, dass ihr persönlichen Daten im dazugehörigen WHOIS-Eintrag anonymisiert werden, was bei .com-Domains möglich ist.

In den jetzt versehentlich veröffentlichten Listen finden sich allerdings Klarnamen der Domain-Anmelder sowie deren E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Laut Cisco trat der Fehler bereits ab 2013 dann auf, wenn Google die Registrierung der Domain für den Kunden verlängerte.

Google soll die Betroffenen angemailt und für die Datenpanne um Entschuldigung gebeten haben. Rückgängig machen lassen sich die Auswirkungen des Fehlers allerdings nicht, da WHOIS-Einträge auch von anderer Stelle archiviert werden und die irrtümlich veröffentlichten Datensätze dort Eingang gefunden haben.

fgo

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