29. Juli 2014 - Recht auf Vergessen

Google folgt nur jedem zweiten Löschantrag

Nachdem der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass Google unter bestimmten Umständen verpflichtet ist, persönliche Daten aus seinem Suchindex zu entfernen, haben den Suchmaschinengiganten zahlreiche Löschanträge erreicht.

Löschanträge Google Nur etwa die Hälfte aller Löschanträge war bislang erfolgreich (Bild: Ivelin Ivanov/iStock/Thinkstock)

Wie faz.net berichtet, sind bislang rund 91.000 Anträge bei Google eingegangen, über die Menschen erreichen wollen, dass Links auf Suchergebnisse zur betroffenen Person nicht mehr angezeigt werden. Die Anträge bezögen sich auf insgesamt 328.000 Internet-Adressen. Aus Deutschland seien 16.500 Anträge mit dem Löschbegehren für 57.000 Links eingereicht worden. Mehr Anträge kamen nur aus Frankreich, nämlich 17.500 für 58.000 Links.

Google hat für die Einreichung eines Antrages auf Entfernen von Suchergebnissen nach europäischem Datenschutzrecht ein entsprechendes Formular online gestellt, um das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) umzusetzen. Erfolgreich war allerdings nur etwa die Hälfte der Anträge. Der Rest der Anträge befinde sich noch im Prüfverfahren, wobei die Antragsteller aufgefordert worden seien, weitere Informationen bereitzustellen, oder sie wurden aus formalen Gründen abgelehnt.

Kritik von Datenschützern

Kritik an der Löschpraxis muss Google vonseiten der Datenschutzbeauftragten einstecken. So würden betroffene Links zwar bei den europäischen Suchseiten wie google.de ausgeblendet. Rufe man die Suche allerdings über google.com auf, so würden sie weiterhin angezeigt.

fgo

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