18. Januar 2012 - Symantec

Gestohlener Quellcode stammt aus dem Jahr 2006

Der Quellcode, den die Hackergruppe „Lords of Dharmaraja“ in der vergangenen Woche veröffentlicht hat, stammt direkt von Servern des Herstellers. Betroffen sind die Produkte Norton Antivirus Corporate Edition, Norton Internet Security, Norton Utilities, Norton GoBack und pcAnywhere, bestätigte Cris Paden, Sprecher von Symantec.

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Im Symantec Security Operations Center wird nach Malware gejagt. (Foto: Symantec)

Symantec, weltgrößter Hersteller von Sicherheitssoftware, hatte nach Veröffentlichung einzelner Codeteile vergangene Woche behauptet, dass der Code von Servern Dritter entwendet worden sei.

Am gestrigen Dienstag musste Unternehmenssprecher Cris Paden einräumen, dass der Code doch von den Servern des Herstellers stammt, jedoch schon im Jahr 2006 entwendet worden sei, berichtet der Nachrichtendienst Reuters.

Symantec: Keine Gefahr für Anwender

Es gehe keine unmittelbare Gefahr für Nutzer der betroffenen Produkte Norton Antivirus Corporate Edition, Norton Internet Security, Norton Utilities und Norton GoBack aus, so Cris Paden.

Lediglich Anwender der Fernwartungs-Software „pcAnywhere“, die den Remote-Zugriff auf Computer erlaubt, müssten mit einem „leicht erhöhten Sicherheits-Risiko“ rechnen.

Hacker wollen Code für Angriffe nutzen

Die Hacker hatten vergangene Woche kurze Ausschnitte des erbeuteten Quellcodes veröffentlicht. Später stellten sie den kompletten Code der Software „Norton Utilities“ ins Netz, um in einen Prozess gegen Symantec dem Kläger zu helfen.

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Am Dienstag gaben sie dann bekannt, auf eine weitere Veröffentlichung vorerst zu verzichten und stattdessen lieber die Sicherheitslücken der Software für Angriffe auszunutzen.

18.01.2012 (Reuters/BM)

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