10. Juli 2012 - Maßnahmen zur Datensicherheit

Gesetze sollen personenbezogene Daten schützen

Eine Studie zeigt, dass Datenschutz für die Deutschen nach wie vor ein besonders wichtiges Thema ist. Für die meisten Befragten kommt dem deutschen Gesetzgeber – und nicht der EU – die Aufgabe zu, die Unternehmen zu verpflichten, den bestmöglichen Schutz persönlicher Informationen zu schaffen und den Datenmissbrauch zu verhindern.

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Deutsche machen sich ernsthafte Sorgen um die Sicherheit ihrer Daten (Quelle: Unisys).

In einer von Unisys beauftragten Befragung äußerte sich die Mehrheit der Interviewten dahingehend, dass das deutsche Datenschutzgesetz beibehalten und nicht zugunsten einer EU-weiten Regelung aufgegeben werden solle. Lediglich 23 Prozent der Befragten würden für neue EU-weite Regelungen auf ein deutsches Datenschutzgesetz verzichten.

Gesetzgeber wird in der Pflicht gesehen

Für den Gesetzgeber ergibt sich aus den Ergebnissen der Umfrage ein klarer Arbeitsauftrag: 81 Prozent der Befragten forderten, dass Unternehmen und Organisationen per Gesetz verpflichtet werden müssen, bestmögliche Sicherheitstechnologien für den Schutz von personenbezogenen Daten einzusetzen. 69 Prozent sind zudem der Meinung, dass Unternehmen und Organisationen gesetzlich verpflichtet sein sollten, ihre Maßnahmen zur Datensicherheit durch ein unabhängiges Prüfunternehmen zertifizieren zu lassen.

Identitätsdiebstahl im Fokus

Die Deutschen sorgen sich nach wie vor insbesondere um ihre persönlichen Daten (135 von 300 möglichen Punkten). Am meisten Bedenken bereitet den Befragten wie auch in den Vorjahren das Thema Identitätsdiebstahl. Obwohl der Wert hier um neun Prozent sank, sind immer noch mehr als zwei Drittel (68 Prozent) extrem oder sehr besorgt darüber, dass ihre persönlichen Daten gestohlen oder missbraucht werden.

Der Security Index (SI) von Unisys ist eine weltweite Studie, die zweimal pro Jahr erstellt wird. Für die aktuelle Ausgabe wurden in Deutschland im Frühjahr 2012 knapp 1.000 Personen befragt.

(10.07.2012/fgo)

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