5. Februar 2015 - Online-Datenschutz

Generation Ü50: Wenig Vertrauen in Datenschutz und Sicherheit

Viele Technik-Nutzer aus den älteren Semestern haben vor allem beim Einsatz mobiler Endgeräte grundsätzlich Bedenken, dass Sicherheit und Privatsphäre auf der Strecke bleiben.

Über-50-Jährige haben häufig Bedenken bei Sicherheit und Datenschutz Über-50-Jährige haben häufig Bedenken bei Sicherheit und Datenschutz (Bild: AVG)

Im Rahmen einer internationalen Studie befragte Markforschungsspezialist Research Now im Auftrag von AVG rund 6.000 Menschen über 50 Jahren in Australien, Brasilien, Kanada, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Neuseeland, Großbritannien und den USA zu ihren Gewohnheiten bei der Nutzung von Technologien mit Fokus auf die mobilen Geräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks.

Dabei wurde festgestellt, dass 55 Prozent der befragte Deutschen es für schwierig halten, ihre persönlichen Informationen im Online-Alltag zu schützen – weltweit lag dieser Anteil bei 44 Prozent. Außerdem sorgen sich mehr als drei Viertel (74 %) um die Sicherheit ihrer Daten und Dateien, auch hier liegt Deutschland deutlich über dem weltweiten Durchschnitt (66 %). Trotz reduzieren aber nur neun Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer nach eigenen Angaben ihre Online-Zeit aufgrund dieser Bedenken.

Sorgen um Datenschutz vor allem in Deutschland verbreitet

Am meisten Sorgen macht sich die Generation Ü50, wenn es ums Geld geht. So äußerten rund vier Fünftel der Befragten Bedenken bezüglich der Sicherheit beim Onlinebanking (Deutschland 79 %, weltweit 84 %). Der Schutz der Privatsphäre erscheint dagegen bei Geldgeschäften weniger wichtig: In Deutschland herrschen hier mit 53 Prozent die größten Bedenken.

Auch beim Einkaufen im Netz steht die Frage nach der Sicherheit im Vordergrund. Während weltweit rund zwei Drittel (64 %) Sicherheitsbedenken haben, sorgen sich weniger als die Hälfte (30 %) um ihre Privatsphäre. In Deutschland unterscheidet sich bei dieser Frage die Gewichtung gegenüber dem internationalen Durchschnitt: Hier sorgen sich die Menschen gleichermaßen um Sicherheit (41 %) und Privatsphäre (46 %), wenn sie im Netz zur Einkaufstour unterwegs sind.

Wenn es darum geht, einem sozialen Netzwerk beizutreten, sind die Sorgen um Sicherheit und Datenschutz in Deutschland ebenfalls besonders hoch: Während weltweit 38 Prozent Sicherheits- und 65 Prozent Bedenken zur Privatsphäre äußerten, sind es in Deutschland 48 beziehungsweise 75 Prozent – also jeweils über zehn Prozent mehr.

fgo

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