16. September 2013 - Biometrische Erkennungsverfahren

Fingerabdrucksensor im Visier des Datenschutzes

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte warnt vor der Authentifizierung per Fingerabdruck bei Apples neuem iPhone 5S.

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In die Kritik geraten: Der Fingerabdrucksensor des neuen iPhone (Bildquelle: Apple).

Prof. Dr. Johannes Caspar, seines Zeichens Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, zeigte sich dem Nachrichtenmagazin Spiegel gegenüber wenig begeistert vom Fingerabdrucksensor des neuen Apple iPhone 5S, das laut Apple Store ab 20. September verfügbar sein soll. Dieser Sensor fungiert quasi als Schloss für das neue Smartphone – gesperrte Geräte lassen sich per Fingerabdruck entsperren. Die entsprechende Vorlage des Fingerabdrucks wird laut Apple nur auf dem iPhone selbst gespeichert.

„Biometrische Merkmale kann man nicht löschen. Sie begleiten uns das Leben lang. Fingerabdrücke sollte man daher nicht für alltägliche Authentifizierungsverfahren abgeben, insbesondere wenn sie in einer Datei gespeichert werden“, so Caspar zum Spiegel. Nutzer ohne spezielles technisches Wissen oder entsprechenden Background seien kaum in der Lage zu kontrollieren, was Apps alles machen und auf welche Daten des Geräts sie zugreifen, um Informationen auszulesen, gab Caspar zu bedenken.

Außerdem, so Caspar weiter im Spiegel, gelte der Grundsatz der Datensparsamkeit. Wo es nicht sein müsse, solle man seine biometrischen Daten auch nicht hinterlassen. „Schon gar nicht aus Bequemlichkeit.“

(16.09.2013/fgo)

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