22. Juni 2012 - Datenschutz bei Finanzdienstleistern

Finanzunternehmen nehmen Informationsrisiken auf die leichte Schulter

Finanzdienstleister speichern zwar eine umfangreiche Zahl sensibler, personenbezogener Daten. Dennoch gehen laut einer aktuellen Studie viele Unternehmen dieser Branche fahrlässig mit den ihnen anvertrauten Informationen um.

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Selbst wenn es ums Geld geht, wird mit dem Datenschutz geschludert (Quelle: Burkard Vogt/pixelio.de)

Nach einer von Iron Mountain und dem Beratungsunternehmen PwC durchgeführten Befragung, die das Informations- und Risikomanagement europäischer Unternehmen untersuchte, setzen zahlreiche Finanzdienstleister sensible und vertrauliche Informationen ihrer Kunden einem hohen Missbrauchsrisiko aus.

Nicht über Datendiebstähle informiert

Die Ergebnisse der Untersuchung, die in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Ungarn durchgeführt wurde, zeigen, dass 22 Prozent der befragten Unternehmen aus der Finanzbranche nicht wissen, ob ihnen in den vergangenen drei Jahren Daten abhanden gekommen sind.

Trotz der Tatsache, dass personenbezogene Daten von Millionen von Kunden gespeichert werden, haben 41 Prozent der Befragten Finanzdienstleister keine Maßnahmen zur Bewertung ihrer Informationsrisikostrategie im Einsatz. 45 Prozent der Befragten gaben an, dass sie vor allem Wissensdefizite an der Implementierung einer effektiven Strategie für das Informationsmanagement hinderten.

Oft keine Kontrolle der eigenen Mitarbeiter

Beunruhigend ist zudem, dass 42 Prozent die Arbeit der Mitarbeiter, die für Informationsrisikomanagement, Datenschutz und -wiederherstellung zuständig sind, nicht überwachen und somit auch keine Kontrolle haben, ob vorhandene Richtlinien ordnungsgemäß umgesetzt werden.

(22.06.2012/fgo)

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