22. Januar 2013 - Software-Updates

Fataler Mut zur Lücke

74 Programme von 25 verschiedenen Herstellern befinden sich auf dem Durchschnitts-PC in Deutschland. Um den Rechner auf dem sicherheitstechnisch aktuellsten Stand zu halten, sind also 25 regelmäßige Update-Kontrollen nötig.

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Die Hitliste nach Gefährdungsgrad durch nicht gepatchten Programme (Quelle: Secunia).

Als Ergebnis weisen viele PC Sicherheitsmängel auf, da insbesondere private Benutzer die regelmäßige Sicherheitswartung ihres Rechners als harte Arbeit betrachten und entsprechend vernachlässigen. Cyberkriminelle schätzen diese Einfallstore auf unzureichend gepatchten Systemen und nehmen sie gerne für ihre Malware ins Visier.

Lücken auf fast jedem Rechner

Laut Secunia PSI Country Report für das vierte Quartal 2012 wiesen 12,6 Prozent aller PC in Deutschland Sicherheitsmängel durch nicht gepatchte Betriebssysteme auf. Hinzu kommen im Durchschnitt mehr als fünf Programme, die aufgrund nicht eingespielter sicherheitsrelevanter Aktualisierungen Angriffsflächen bieten. Die Top-3 dieser Negativ-Hitliste belegen die Microsoft XML Core Services, Sun Java JRE sowie der Adobe Flash Player.

Oldies mit Angriffspotenzial

Weitere zwei installierte Programme auf dem Durchschnitts-PC haben ihr „Haltbarkeitsdatum“ überschritten, erfahren also vom Hersteller auch bei bekannten Sicherheitsmängeln keine Aktualisierung mehr. So haben beispielsweise etwa 14 Prozent aller PC-Benutzer eine veraltete Firefox-Version auf ihrem Rechner, sieben Prozent nutzen noch den Adobe Shockwave Player in der Version 10.x, vier Prozent arbeiten mit Microsoft Word 2000.

(22.01.2013/fgo)

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