8. Juli 2014 - Filesharing

Falsche Abmahnungen als Virenschleuder

Zahlreiche Internet-Nutzer haben in den letzten Tagen vermeintliche Abmahnungen mit wahrscheinlich gefährlichem Dateianhang in ihrer Mailbox gefunden.

Tim Reckmann/pixelio.de Gefälschte Abmahnungen sollen zur Verteilung von Malware missbraucht werden (Bild: Tim Reckmann/pixelio.de)

Wie die Rechtsanwaltskanzlei Wilde, Beuger, Solmecke berichtet, haben Tausende deutsche Computeranwender in den letzten Tagen per E-Mail gefälschte Abmahnungen erhalten, die den Empfänger beschuldigen, rechtswidrig Filesharing-Dienste genutzt zu haben, um sich Musikalben zu laden. Die Schreiben sind im Namen bekannter Abmahnkanzleien wie Schulenberg & Schenk, Zimmermann & Decker, Kornmeier, Sasse & Partner oder Daniel Sebastian verfasst, die allerdings nicht die Absender sind.

Trojaner soll Kreditkarten- und Kontodaten ausspähen

Gefordert werden Zahlungen zwischen 200 und 500 Euro, wobei es den Versendern der vermeintlichen Abmahnungen nicht darum geht, dieses Geld zu kassieren. Vielmehr sollen die Mail-Empfänger veranlasst werden, den aus einer gepackten Datei bestehenden Anhang zu öffnen, wodurch wahrscheinlich versucht wird, einen Trojaner auf dem Rechner des Betroffenen zu installieren, der Kreditkarten- und Kontodaten ausspionieren soll.

Mittlerweile haben sich die ersten Abmahnkanzleien von diesen E-Mails distanziert. So empfiehlt etwa Sasse & Partner allen Empfängern solcher E-Mails, keine Zahlungen zu leisten, die E-Mail einfach zu ignorieren und den Anhang nicht zu öffnen.

fgo

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