Gratis
28. Februar 2019 - Mobile Geräte

Fake-Apps bedrohen Datensicherheit massiv

Drucken

Im Umfeld der Fachmesse „Mobile World Congress“, auf der die führenden Smartphone-Hersteller ihre neuesten Geräte präsentieren, hat das Sicherheitsunternehmen McAfee seinen aktuellen Bedrohungsreport für mobile Geräte vorgestellt.

Fake-Apps werden zu massiver Bedrohung Fake-Apps sind eine Bedrohung für Datensicherheit (Bild: ipopba / iStock.com / Getty Images)

Der kostenlose Report kommt zu dem Schluss, dass 2019 sich zum „Jahr der überall vorhandenen Malware entwickeln“ könnte, was letztlich viel Arbeit für System-Administratoren bedeutet.

Das Jahr 2018 stand unter dem Eindruck von Schadsoftware, die in erster Linie mobile Geräte zum Angriffsziel hatte.

Mit dem Internet der Dinge (IoT) eröffnen sich für Kriminelle nun gänzlich neue Szenarien, um in Unternehmens-Netzwerke vorzudringen.

An dieser Stelle sehen die Sicherheitsexperten großen Handlungsbedarf, der über das Einsatzgebiet klassischer Antiviren-Lösungen und Sicherheits-Scanner hinausgeht.

Smartphones bleiben im Fokus von Angreifern

Doch auch in diesem Jahr werden Kriminelle mobile Geräte ins Visier nehmen. Der Report weist darauf hin, dass die Zahl der „Fake-Apps“ rasant gestiegen ist.

Im Juni 2018 wurden etwa 10.000 Fake-Apps gefunden. Im Dezember 2018 bereits 65.000. Gefälschte Entwickler-Accounts reichen dabei die Apps in den App-Stores ein und versprechen den Anwendern nützliche Funktionen.

Da auf den ersten Blick alles seriös aussieht, fallen selbst erfahrene Nutzer auf die Fälschungen herein. Sie installieren sich so auf dem Smartphone einen Schädling, Spyware oder eine Erpressungs-Software.

Fake-Apps auf dem Vormarsch

Da die Kriminellen auf eine starke Verbreitung setzen, versuchen sie, aktuelle Trends oder populäre Apps zu imitieren oder auf deren Erfolgswelle mitzuschwimmen.

Mit mehr als 200 Millionen Spielern weltweit ist etwa das Videospiel „Fortnite“ ein Riesenerfolg. Über 60 Millionen Menschen luden die mobile App herunter. Daraufhin entstanden mehrere Fake-Apps, die vorgeben, andere Versionen des Spiels zu liefern.

Stellt der Nutzer fest, dass es sich um eine Fälschung handelt, ist es zu spät. Denn die schädliche Komponente ist bereits installiert.

Mobile Device Management empfehlenswert

Genau aus solchen Bedrohungslagen heraus bleibt der Einsatz von Smartphones unter dem Aspekt der Datensicherheit zumindest riskant.

Eine Software für das Mobile Device Management sollte geschäftlich genutzte mobile Geräte oder vom Unternehmen angeschaffte Devices überwachen.

Ein solches System lässt sich so konfigurieren, dass die Nutzer eigenständig keine Software installieren dürfen. Kommen dagegen private Geräte zum Einsatz, kann nur die Vorsicht der Nutzer helfen.

Stephan Lamprecht