27. Juli 2015 - Connected Cars

Fahrzeug gehackt: Hersteller ruft 1,4 Millionen Autos zurück

Nachdem IT-Sicherheitsexperten über eine Schwachstelle im verbauten Infotainment-System die Kontrolle über ein fahrendes Automobil übernommen hatten, muss Fiat Chrysler eine nachgebesserte Software-Version installieren.

Auch Fahrzeuge lassen sich hacken Hacker nutzten das Infotainment-System in einem Jeep, um das Fahrzeug fernzusteuern (Bild: graphicnoi / iStock / Thinkstock)

Wie das Magazin Wired berichtet, ist es zwei Sicherheitsforschern gelungen, über eine Schwachstelle im verbauten Uconnect-System, das mit dem Internet verbunden ist, aus der Ferne Funktionen eines fahrenden Jeeps zu übernehmen. Ihnen war es unter anderem möglich, Bremsen, Vortrieb, Türverriegelung, Klimaanlage und Scheibenwischer fernzusteuern, ohne dass der Fahrer selbst Einfluss nehmen konnte. Auch soll es realisierbar sein, remote den exakten Aufenthaltsort eines Fahrzeugs mit Uconnect Support System festzustellen.

Der Fahrzeughersteller Fiat Chrysler hat die Schwachstelle mittlerweile bestätigt. Als Reaktion hat er angekündigt, rund 1,4 Millionen Automobile in den USA für ein Sicherheits-Update zurückzurufen. Betroffen seien Fahrzeuge der Marken Dodge, RAM, Jeep und Chrysler mit einem 8,4″-Tochscreen (21,3 cm). Alternativ sollen Fahrzeuginhaber einen USB-Stick erhalten, um das Update selbst einzuspielen.

Die in Europa verkauften Automobile sind nach Angaben Fiat Chrysler nicht betroffen, da entsprechende Systeme dort nicht direkt mit dem Internet verbunden seien. Vorsicht ist also bei Importen oder gebraucht erworbenen Fahrzeugen mit dem Uconnect Support-System angezeicht. Laut Herstellerseite werden diese Systeme neben den genannten Marken auch bei Fiat, Lancia und Alfa Romeo verbaut.

fgo

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